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Bezirksregierung Arnsberg
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Genehmigung von Einrichtungen

 

 

- 6. Nachtrag zur Bauartzulassung F-14/94/1 -

 

 

Auf den Antrag der Converteam GmbH, Berlin, vom 20.01.2010 – WER - lässt
die Bezirksregierung Arnsberg gemäß § 5 Abs. 1 der Bergverordnung  für
Schacht- und Schrägförderanlagen (BVOS) vom 04.12.2003 hierdurch die
2. Ergänzung des 6. Nachtrages für den folgenden Fahrtregler für die Firma
Converteam GmbH, Berlin, zu:

 


Genehmigungs-Nr.:       

F-14/94/1(N6)
Ergänzung: 1, Ergänzung: 2, Ergänzung: 3

Genehmigungs-Datum:

11.06.2010

Gültigkeitsdauer:

5 Jahre (bis zum 1.08.2015)

Hersteller:

Converteam GmbH, Berlin

Bezeichnung:   

FR 90 / N6-xxxxxxxxxxxxx-Vx.x-

Die jeweils eingesetzte Ausführung wird entsprechend dieser Klassifizierung als Bauartbezeichnung
angegeben. Die Variablen (x) haben folgende Beziehung:

1. Stelle  Schachtschalter / Lichtschranken,
2. Stelle  Messkontakter,
3. Stelle  Impulsgeber,
4. Stelle  Stromversorgung,
5. Stelle  Übertrager / Trennung,
6. Stelle  Wischrelais,
7. Stelle   f / i- Wandler,
8. Stelle  Trennklemmen,
9. Stelle  Ext. elektr. Geschwindigkeitsüberwachung mit Logidyn D2,
10. Stelle  Entkopplung Teufenzeiger, - Vergleicher.
11. Stelle  Einfahrüberwachung EMS1
12. Stelle  Entkopplung Impulsgeber
13. Stelle  Teufenvergleicher

bei der Bezeichnung Vx.x ist die jeweils geprüfte und gültige Softwareversion anzugeben,
d.h. zur Zeit V1.0, V1.1, V1.2, V1.3 und V1.4.

Anhand des Typenschlüssels sollen der technische Stand der jeweiligen Fahrtreglerausführung und
die zugehörige entsprechende Zulassung erkennbar sein.

Aus diesem Grunde ändert sich beim Austausch eines durch die Typenbezeichnung spezifizierten
Bauteils oder einer Baugruppe auch die vollständige Typenbezeichnung des Fahrtreglers.

Der mit diesem Nachtrag vorgelegte detaillierte Typenschlüssel beinhaltet nicht nur die zusätzlichen,
sondern auch alle übrigen Bezeichnungen. Aus diesem Grunde können die entsprechenden detaillierten
Typenschlüssel der vorherigen Nachträge entfallen und durch den mit dem 6. Nachtrag vorgelegten
Typenschlüssel ersetzt werden.

Die mit dem 6. Nachtrag vom 19.08.2002 beantragten Bauartvarianten des digitalen speicher-
programmierbaren Fahrtreglers FR90/N6 lauten:

-  FR 90/N6-4553123104011-V1.4 und
-  FR 90/N6-4553123104012-V1.4.

In dem o.g. Typenschlüssel sind durch Unterstreichungen die mit dem 6. Nachtrag beabsichtigten
Änderungen und Erweiterungen der Bauartvarianten gekennzeichnet worden.

Verbindliche Unterlagen:

-  Aktenordner (1 Stück) mit der Beschreibung der Hardwareänderungen bzw. -ergänzungen des
    Fahrtreglers FR 90 (jeweils in 6-facher),
-  Unterlagen der Urkunde und der vorherigen Nachträge.

Im Einzelnen beinhaltet dieser Aktenordner folgende Anlagen:

Anlage 01 - 

Generelle Erläuterungen und Beschreibung, Datei: >FR90 N6.doc,
mit den Funktions- sowie der Hardware-Änderungen bzw.
–Ergänzungen des Fahrtreglers              

 05 Blätter,

Anlage 02 - 

Typenbezeichnung und -schlüssel des digitalen Fahrtreglers FR90,
Datei: >FR90_NA6_TYPE.DOC.doc,      

 11 Blätter,

Anlage 03 - 

Stromlaufpläne, Umbau 2000, des Fahrtreglers 1 FR90,
der Fördermaschine Ellers, des Werkes Neuhof-Ellers der Kali+Salz
GmbH, Zeichnungs-Nr. 592.027301.STR-4.01, =03H13 Blätter 4 und 19 

 02 Blätter,

Anlage 04 - 

Stromlaufpläne, Umbau 2000, des Fahrtreglers 1 FR90,
der Fördermaschine Ellers, des Werkes Neuhof-Ellers der Kali+Salz
GmbH, Zeichnungs-Nr. 592.027301.STR-4.01, =03LA30 Blätter 17 und 18 

 02 Blätter,

 

Prüfbericht der DMT-Fachstelle für Sicherheit - Seilprüfstelle -
Nr. P03 – 00109 SPS-St 11KON vom 23.01.2003 ( bestehend aus Blatt 1 bis 15)


2. Ergänzung:

Prüfbericht der DMT GmbH & Co. KG - Fachstelle für Sicherheit - Seilprüfstelle -
Nr. P10 – 00250  SPS-Br vom 20.04.2010

 

Kennzeichen:

Die mit dem 6. Nachtrag beabsichtigten Änderungen und Erweiterungen des Fahrtreglers FR 90
erfordern keine Erweiterungen der sicherheitlichen, grundlegenden Konzepte der bereits geprüften
und zugelassenen Fahrtregler-Teile.

Die Aufbau-Struktur des mit technologisch und verfahrenstechnisch diversitärer Redundanz
ausgeführten Fahrtregler-Überwachungsteils wird durch die beabsichtigten Änderungen und
Erweiterungen nicht verändert.

Bei dem mit einer kontinuierlichen und einer stufigen Hüllkurve ausgeführten Fahrtregler-Über-
wachungsteil werden die technischen Ausführungen der Teufenvergleicher und die der Daten-
kopplung zwischen dem Teufenzeigern und den BCD-Komparatoren gegenüber der zugelassenen
Ausführung geändert.

Die anlagenabhängige Software ist von den beabsichtigten Änderungen und Erweiterungen nicht
betroffen, so dass die bisherigen sicherheitlichen Aussagen weiterhin gültig sind.


Bauartbeschreibung:

Im Führungsteil als auch im Überwachungsteil dürfen alternativ zu den bisher zugelassenen
Betriebsmitteln zukünftig auch funktionsgleiche andere Betriebsmittel eingesetzt werden.
Dabei sind im Einzelnen nur die Hardware-Ausführungen der Teufenüberwachungen bzw.
der Teufenvergleicher sowohl des Führungs- als auch die des Überwachungsteiles betroffen,
und zwar

-  der als Teufenvergleicher eingesetzte BCD-Komparator Typ 3742 des Herstellers Thomas Trunz,
   79183 Waldkirch, und
-  die als Potential- bzw. Isolationstrenner eingesetzten Betriebsmittel mit der Typenbezeichnung
   „ISOBOXEN“ des Herstellers Thomas Trunz, 79183 Waldkirch.

Die alternativen BCD-Komparatoren Typ „3742 a“ oder „3742 b“ des Herstellers Thomas Trunz
sind zwar prinzipiell gleichartig wie der bereits zugelassene Komparator aufgebaut, jedoch für
unterschiedliche Spannungsversorgungen, d.h. für 230 V - Wechselspannungsversorgungen
(3742 a) und für 24V-Gleichspannungsversorgungen (3742b), konzipiert.

Für die Potential- bzw. Isolationstrennungen der Datenleitungen zu den Teufenanzeigern und
den Teufenvergleichern (BCD-Komparatoren der o.g. Serie 3742), d.h. für die potentialgetrennte
Datenübertragung der teufenabhängigen Signale des Fahrtreglers, sollen zukünftig auch Betriebsmittel
des Typs ISOBOX_A4 des Herstellers Thomas Trunz, 79183 Waldkirch, eingesetzt werden können.


Hinweise:

Beim Einsatz des digitalen speicherprogrammierbaren Fahrtreglers FR90 für geregelte Elektro-
fördermaschinen oder gesteuerte Gleichstromfördermaschinen dürfen Änderungen und Erweiterungen
der Programme der im Führungs- und im kontinuierlichen Überwachungsteil eingesetzten Prozessor-
systeme, die nicht eine Änderung der Bauartzulassung erfordern, nur nach Rücksprache und mit
Zustimmung der Abteilung Grubensicherheit, Technik unter Tage, der Bezirksregierung Arnsberg
und der DMT Fachstelle für Sicherheit - Seilprüfstelle - vorgenommen werden.

Es wird empfohlen, bei der Errichtung, Inbetriebnahme, der Instandhaltung und Wartung sowie
beim Betrieb die schon in der Bauartzulassung des Fahrtreglers F-14/94/1 vom 06.07.1994
nachfolgend genannten Punkte a) bis i) zu beachten:

  1. Bei den regelmäßigen Prüfungen des Fahrtreglers gemäß § 20 BVOS ist die Prüfanweisung
    des Herstellers zu beachten.

  2. Vom Hersteller ist für den jeweiligen Anwendungsfall eine Prüfanweisung beizuliefern, die
    ggf. gesonderte, speziell auf die Förderanlage bezogene Prüfhinweise beinhaltet.

  3. Bei der Errichtung und beim Betrieb des Fahrtreglers in einer Förderanlage ist das EMV-Gesetz
    zu beachten. Beim Betrieb der Förderanlage sollten darüber hinaus Funkgeräte bzw. Funktelefone
    nicht in unmittelbarer Nähe der zentralen Rechnerbaugruppen eingesetzt werden.

  4. Die Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstellers ist zu beachten. Sie ist in der Nähe des
    Bedienungsstandes auszuhängen oder auszulegen.

  5. Werden elektrische Schaltungen eingesetzt, bei denen die Funktionen, aber nicht die technischen
    Ausführungen durch die Bauartzulassung festgelegt sind, so sind bei der Errichtung dieser
    Schaltungen die Anforderungen gemäß TAS 3.8.7. zu beachten.

  6. Im eingebauten Zustand müssen die zu dem Fahrtregler gehörenden Baugruppen und
    Komponenten hard- und softwaremäßig eindeutig identifizierbar sein, z.B. bei der Hardware
    auf der Frontseite der Baugruppen.

  7. Die in Betrieb befindlichen Baugruppen und Komponenten des Fahrtreglers dürfen bei der
    Instandhaltung oder Wartung nur durch geprüfte Originalteile des Herstellers ersetzt werden.

  8. Nach dem Austauschen von Baugruppen oder Komponenten durch identische Bauteile sind
    mindestens die mit diesen Baugruppen oder Komponenten realisierten sicherheitlichen und
    ggf. auch betrieblichen Funktionen auf ihre ordnungsgemäße Funktion hin zu prüfen.

  9. Durch organisatorische Maßnahmen ist sicherzustellen, dass die in Betrieb befindlichen
    anlagenunabhängigen Softwareteile (Programme und zugehörige Dokumente sowie Daten)
    bei der Wartung, insbesondere bei der Softwarewartung, und bei der Einleitung der Programme
    ggf. nach dem Austausch von Baugruppen nicht durch ungeprüfte Softwareteile ersetzt werden
    können.

 


1. Ergänzung des digitalen Fahrtreglers FR 90

Bei sonst unveränderter Bauweise können wahlweise auch Impulsgeber des Typs FG 4 mit
der Option LWL (Signalübertragung mit Lichtwellenleiter), und zwar

-         FG 4 LL,
-         FG 4 LL-8192-90 G-NG,
-         eingesetzt werden.



2. Ergänzung des digitalen Fahrtreglers FR 90

Bei sonst unverändertem Sicherheitskonzept des mit Betriebsmitteln des Multitasking-
und Multiprozessorsystems ALSPA C80-HPC-LD2 aufgebauten zweikanaligen Systems
(PES 1 und PES 2), kann alternativ auch für die gegenseitige Überwachung der Teufen 
(Teufenvergleicher) die Teufenanzeige über eine Monitoranzeige realisiert werden.
Über ein Lauf- und Blinklicht auf dem Monitor muss dem Fördermaschinisten signalisiert
werden, dass auf dem Monitor immer aktuelle Daten dargestellt werden.

Die unverändert über Ausgabekarten des Fahrtreglers ausgegebenen BCD-codierten
Teufenwerte des Führungsteils und des Überwachungsteils werden über einen
CANBus-Knoten, bestehend Modulen der Firma Wago, an den PC mit CANBus-
Schnittstellenkarte übertragen. Der PC gibt die Teufenwerte über diesen Über-
tragungsweg an den Führungsteil des Fahrtreglers zurück, im dem die Rücklese-
überwachung unverändert realisiert werden soll. Über separate E/A-Module des
CANBus-Knotens werden Fehlermeldungen jeweils zweikanalig vom PC an beide
Kanäle des Fahrtregler-Überwachungsteils übergeben. BUS-Fehler oder ein Fehler
des PC werden als Meldung „Störung Teufenzeiger“ ausgegeben. Die Wago-
Busmodule können auf Hutschienen innerhalb oder auch außerhalb des Fahrtregler-
schrankes montiert werden. 

Hinweis: 

Die ursprüngliche Bauartzulassung und die Nachträge behalten nach Übergang der
bestehenden Rechte der AEG AG, Frankfurt; CEGELEC AEG ANLAGEN und
ANTRIEBSSYSTEME GmbH und ALSTOM Anlagen und Antriebssysteme GmbH,
Berlin an diesen Zulassungen auf die Converteam GmbH, Berlin ihre Gültigkeit, wenn
die Betriebsmittel und Anlagenteile mit Namen und gegebenenfalls mit dem Zeichen
des letztgenannten Unternehmens gekennzeichnet sind.


Diese Zulassung ist jederzeit widerruflich; sie kann entschädigungslos zurückgezogen
werden, wenn die in den Verkehr gebrachten Betriebsmittel nicht den der Bauart-
prüfung zugrunde liegenden Ausführungen entsprechen.


3. Ergänzung des digitalen Fahrtreglers  vom 23.05.2012

Bei sonst unverändertem Sicherheitskonzept des zweikanalig aufgebauten Systems (PES 1 und PES 2),
kann alternativ auch für die gegenseitige Überwachung der Teufen (Teufenvergleicher) sowie für die
Teufenanzeige das nachfolgend beschriebene, in den Antragsunterlagen dokumentierte Konzept
realisiert werden.

 

Die nach wie vor über Ausgabekarten des Fahrtreglers ausgegebenen BCD-codierten Teufenwerte
des Führungsteils und des Überwachungsteils werden über ein EtherCAT-Bus-Übertragungssystem
an  einen  Industrie-PC der Fa. Converteam mit Ethernet-Schnittstelle übertragen. Der PC gibt die
Teufenwerte über diesen Übertragungsweg an den Führungsteil des Fahrtreglers zurück, im dem die
Rückleseüberwachung unverändert abläuft.  Über separate E/A-Module des Bus-Knotens werden
weiterhin Fehlermeldungen jeweils zweikanalig vom PC an beide Kanäle des Fahrtregler-Überwach-
ungsteils übergeben. Bus-Fehler oder ein Fehler des PC werden als Meldung „Störung Teufenzeiger“
bzw. „Teufenvergleicher“ ausgegeben. Der Industrie-PC kommuniziert über eine TCP/IP-Schnittstelle
mit einem zweiten PC (mit Windows-Betriebssystem), in dem die Visualisierungssoftware ZENON
zur Teufenanzeige auf einem angeschlossenen Bildschirm implementiert ist.