16.04.1986

63-2-46

Statistische Erhebungen über Lärm und Klima
im Nichtsteinkohlenbergbau unter Tage
nach der UnterlagenBergV

A 7

 

An die Bergämter des Landes NW

Betr.: Statistische Erhebung über Lärm und Klima im Nichtsteinkohlenbergbau unter Tage nach
         der Bergverordnung über vermessungstechnische und sicherheitliche Unterlagen
         (Unterlagen-Bergverordnung - UnterlagenBergV) vom 11.11.1982 (BGBl.I S. 1553) - SBl. A 1


Unter Bezug auf § 9 Nrn. 1d und 2 UnterlagenBergV werden Vordrucke übersandt

- für die jährliche Erhebung über die Arbeit an lärmintensiven Betriebspunkten im Nichtstein-
   kohlenbergbau unter Tage

- für die Erhebung über warme Betriebspunkte im Nichtsteinkohlenbergbau unter Tage.

Es wird gebeten, den in Betracht kommenden Bergwerksunternehmen und Mineral-
gewinnungsbetrieben Muster der Erhebungsformulare zu übersenden. Die Erhebungen sollen
im laufenden Jahr 1986 erstmalig durchgeführt werden.

Aus Gründen der Arbeitsvereinfachung wird darauf hingewiesen, daß die Zahlenfelder der
Vordrucke handschriftlich ausgefüllt werden können.

Dortmund, den 16.4.1986

Landesoberbergamt NW

S c h e l t e r


In Abänderung der vorstehenden Rundverfügung werden neue Vordrucke für die
'jährliche Erhebung über die Arbeit an lärmintensiven Betriebspunkten im Nichtstein-
kohlenbergbau unter Tage' übersandt.

Es wird gebeten, den in Betracht kommenden Bergwerksunternehmen und Mineral-
gewinnungsbetrieben Muster der Erhebungsformulare zu übersenden.

Dortmund, den 17.11.1986

Landesoberbergamt NW

S c h e l t e r



Anlagenverzeichnis

Erläuterungen

1) Eine Schicht gilt dann als an einem lärmintensiven Betriebspunkt verfahren, wenn
    ein Beschäftigter in seiner überwiegenden Arbeitszeit einem Beurteilungspegel der
    Spalten 2 - 4 ausgesetzt war. Bei Aufenthalt an verschiedenen Betriebspunkten
    ist die Einstufung in die Pegelklasse vorzunehmen, in der der Beschäftigte während
   der Schicht überwiegend eingesetzt war.

2) Bei Beschäftigung auf ortsveränderlichen Arbeitsmaschinen, die innerhalb einer Schicht
    an mehreren Betriebspunkten eingesetzt werden, gilt die Arbeitsmaschine als
    Betriebspunkt.

3) In den Spalten 2 - 4 ist jeweils die Zahl der Schichten einzusetzen, für die ein
    Beurteilungspegel dieser Pegelklasse ermittelt wurde.

4) Hierzu gehören z. B. Lader, Raupen, Servicefahrzeuge, Lokomotiven und auch Teil-
    und Vollschnittmaschinen.

5) Hierzu zählen alle sonstigen lärmintensiven Betriebspunkte wie z. B. Brecheranlagen,
    Mühlen, Bohrstände von Untersuchungsbohrungen.


1) Temperaturbereiche (Spalten 1 und 3)

Die Temperaturbereiche ergeben sich aus der KlimaBergV, wobei die KlimaBergV einen
Unterschied zwischen dem Salzbergbau und den übrigen Bergbauzweigen macht.

2) Betriebspunkte (Spalte2)

Als Betriebspunkte im Sinne dieser statistischen Angaben sind die belegten Betriebspunkte
zu erfassen, an denen im Berichtszeitraum eine Trockentemperaturvon 28°C oder eine
Effektivtemperatur von 25°C überschritten wurde. Die Betriebspunkte sind nach den
ermittelten Temperaturen den Temperaturbereichen nach Spalte 1 zuzuordnen.
Maßgebend für die Ermittlungen sind die nach §11 der KlimaBergV vorgeschriebenen
Messungen.

3) Verfahrene Schichten (Spalte 4)

Als verfahrene Schichten im Sinne dieser statistischen Angaben gelten folgende nach der
KlimaBergV zulässige Beschäftigungszeiten:


Außerhalb des Salzbergbaus

Temperaturbereich über 28°C Trockentemperatur oder über 25°C Effektivtemperatur bis
29°C Effektivtemperatur: 6 Stunden Temperaturbereich über 29°C Effektivtemperatur:
5 Stunden


Im Salzbergbau

Temperaturbereich über 28°C bis 46°C Trockentemperatur: 7 Stunden Temperaturbereich
über 46°C Trockentemperatur: 6,5 Stunden


Die Zahl der verfahrenen Schichten ergibt sich aus der Summe aller verfahrenen Arbeitsstunden
in den Temperaturbereichen nach Spalte 3, dividiert durch die jeweils zulässige Beschäftigungszeit.