12.02.2019

62.18.33.3-2019-1

Plan für die Ausbildung der Wettersteiger

A 4.18

                                      Plan für die Ausbildung der Wettersteiger vom 12.02.2019

                   gemäß § 38 Abs. 2 der Bergverordnung für die Steinkohlenbergwerke vom 10.01.2000

                                                          i.d.F. vom 01.05.2001

 

1. Allgemeines

1.1.      Zur Ausbildung als Wettersteiger werden nur Personen bestimmt,

1.1.1.   die den im Hinblick auf die für die Sicherheit erhebliche Bedeutung der Grubenbewetterung zu stellenden
          Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Qualifikation voll genügen und grubentauglich sind,

1.1.2.   die das Abschlusszeugnis einer Bergfachschule, einer allgemeinen Berufsfachschule oder einer noch weitergehenden
          bergmännischen Ausbildungsstätte, z. B. Fachhochschule, besitzen, oder beim Berufskolleg Fachschule für Technik
          mindestens ein Technisches Akademikum I für verantwortliche Personen absolviert haben,

1.1.3.   die über wenigstens zwei Jahre als verantwortliche Person beschäftigt gewesen sind sowie über ausreichende
           betriebliche Erfahrungen im Untertagebetrieb eines Steinkohlenbergwerks verfügen.

1.2.      Die Ausbildung wird von Ausbildungsstellen durchgeführt, die die Bezirksregierung Arnsberg hierfür anerkannt hat.
           Sie findet in Gruppen von möglichst nicht mehr als 20 Teilnehmern statt.

1.3.      Zur Aufrechterhaltung der Qualifikation als Wettersteiger ist eine regelmäßige Teilnahme an Nachschulungslehrgängen
           der unter 1.2 angeführten Ausbildungsstellen erforderlich.

 

2. Ablauf der Ausbildung

2.1.      Die Ausbildung umfasst 27 Ausbildungstage. Sie besteht aus

           -  einem theoretischen Teil,

           -  einem praktischen Teil,

           -  einer Auswertung wettertechnischer Messungen sowie

           -  einer theoretischen und praktischen Prüfung.

           Die Ausbildung wird während des Lehrgangs durch ein Praktikum von mindestens zwei Tagen auf der
           Schachtanlage des Teilnehmers ergänzt. Dieses Praktikum umfasst Messübungen und Befahrungen mit
           einem erfahrenen Wettersteiger. Der Teilnehmer sollte vor Beginn des Lehrgangs mit den wettertechnischen
           Verhältnissen seiner Schachtanlage und den Aufgaben des Wettersteigers durch Mitarbeit in der
           Wetterabteilung des Bergwerks vertraut gemacht werden.


2.2.      Bei der Ausbildung der Wettersteiger wird der jeweils neueste Stand der Wettertechnik und des behördlichen
           Regelwerkes zugrunde gelegt.

           Der theoretische Teil umfasst Vorträge, Lehrgespräche und Übungen über folgende Gebiete:

           -  Hauptbewetterung

           -  Sonderbewetterung

           -  Ausgasung

           -  Grubenklima

           -  Messtechnik

           -  Wetterberichterstattung

           -  Behördliches Regelwerk

           -  Angrenzende Fachgebiete (Grubenbrand, Explosionsschutz, Sprengtechnik)

           -  Rückzug aus dem Grubengebäude,

           -  Abwerfen und Verwahren von Tagesschächten, Oberflächenausgasung, Grubengasverwertung.

          Der praktische Teil umfasst:

          -  Messungen am Lüfter, im Wetterkanal und im Grubengebäude (Geschwindigkeit, Querschnitt, Druck)

          -  Druckmessungen in einem geschlossenen Wetterweg

          -  Messungen zur Bestimmung der Ausgasung (CH4, CO2), und des Gaszustroms, Gasprobennahme

          -  Messübungen an ortsfesten Messgeräten

          -  Messübungen in einer Sonderbewetterung einschließlich der Auswertung.

 

2.3      Zum Abschluss des Lehrgangs findet eine theoretische und praktische Abschlussprüfung statt, die von der
          ausbildenden Fachstelle durchgeführt wird. Der Termin der Abschlussprüfung wird der Bezirksregierung Arnsberg
          rechtzeitig vorher angezeigt. Jeder Teilnehmer, der die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, erhält eine Bescheinigung.

 

3.       Die Nachschulung der Wettersteiger und ihrer Stellvertreter über den neuesten Stand der Wettertechnik und
         des bergbehördlichen Regelwerkes wird in jährlichen Abständen in eintägigen Lehrgängen durchgeführt.



05.05.1994

18.33.3-2-11

Plan für die Ausbildung der Wettermänner

A 4.18

Plan für die Ausbildung der Wettermänner vom 05.05.1994

gemäß § 38 Abs. 2 der Bergverordnung für die Steinkohlenbergwerke vom 10.01.2000

Stand: 05.07.2002

A.  Allgemeines

1. Als Wettermänner werden nur Personen ausgebildet, die über eine ausreichende bergmännische
    Erfahrung verfügen.

2. Die Ausbildung erfolgt in einem Lehrgang, der mindestens eine Unterrichtsschicht, zwei
    Belehrungsschichten unter Tage und eine Einweisungsschicht in seinem Fahrbereich umfasst.

3. Die Ausbildung erfolgt durch vom Unternehmer beauftragte fachkundige Personen.

4. An einem Lehrgang sollten nicht mehr als 15 Personen teilnehmen. Für die Belehrungsschichten
    sollten Gruppen von möglichst nicht mehr als fünf Teilnehmern gebildet werden.

5. Die Ausbildung wird mit einer Prüfung durch eine vom Unternehmer beauftragte Person
    abgeschlossen.

6. Nach bestandener Prüfung wird dem Lehrgangsteilnehmer eine Betriebsanweisung für Wettermänner
    ausgehändigt. Der Empfang der Betriebsanweisung ist durch Unterschrift zu bestätigen.

B. Ausbildung

1. Theoretische Ausbildung

2.  Praktische Ausbildung

3.  Betriebliche Einweisung in den Fahrbereich



05.05.1994

18.33.3-2-11

Plan für die Ausbildung der Mitglieder
von Wettermesstrupps

A 4.18

Plan für die Ausbildung von in Wettermesstrupps tätigen Personen vom 05.05.1994

gemäß § 38 Abs. 2 der Bergverordnung für die Steinkohlenbergwerke vom 10.01.2000

Stand: 05.07.2002

A.  Allgemeines

1.  Zur Ausbildung werden Personen benannt, die

2.  Die Ausbildung erfolgt in einem Lehrgang, der mindestens drei Unterrichtsschichten und 
     zwei Belehrungsschichten unter Tage umfasst. Für die Übernahme besonderer Aufgaben, 
     z. B. Überprüfung ortsfester Messanlagen, Überwachung der Sonderbewetterung in 
     mechanisierten Streckenvortrieben oder der Gasabsaugung werden zusätzliche Unterweisungen 
     ggf. von der benannten Fachstelle vorgenommen.

3.  Die Ausbildung erfolgt durch eine vom Unternehmer beauftragte fachkundige Person.

4.  An einem Lehrgang sollen nicht mehr als 15 Personen teilnehmen. Bei den Belehrungsschichten 
     sollen Gruppen von möglichst nicht mehr als fünf Teilnehmern gebildet werden.

5.  Die Ausbildung wird mit einer Prüfung durch eine vom Unternehmer beauftragte Person 
     abgeschlossen.

6.  Nach bestandener Prüfung wird dem Lehrgangsteilnehmer eine Betriebsanweisung für die 
     in Wettermesstrupps tätigen Personen ausgehändigt. Der Empfang der Betriebsanweisung 
     ist durch Unterschrift zu bestätigen.

B.  Ausbildung

1.  Theoretische Ausbildung

2.  Praktische Ausbildung