09.05.1986

18.42.6-2-8

Plan für die Ausbildung
von Explosionsschutzsteigern

A 4.7

An die Bergämter des Landes NW

Betr.: Ausbildung von Explosionsschutzsteigern

Der Steinkohlenbergbauverein in Essen hat mit Schreiben vom 1.4.1986 den
'Plan für die Ausbildung von Staubsteigern' vorgelegt. Diesem Plan hat das Landesoberbergamt
nach § 44 der Bergverordnung des Landesoberbergamts Nordrhein-Westfalen für die
Steinkohlenbergwerke (BVOSt) vom 20.2.1970 zugestimmt.

Der beiliegende Plan tritt an die Stelle des bisher geltenden 'Plan für die Ausbildung
zum Staubsteiger' für den folgende Zustimmungen erteilt wurden:

Oberbergamt in Bonn vom 12.4.1966 - 42 IV 146/66 - i.d.F. vom 31.7.1969 - 31.25./4 -

Oberbergamt in Dortmund vom 29.4.1966 - 23/10-112.44/2461/66 - i.d.F. vom
23.7.1969 - 18.42.6 I 2 -

Diese Zustimmungen habe ich widerrufen.

Dortmund, den 09.05.1986

Landesoberbergamt NW
In Vertretung:

P i l g r i m

(Dieser Plan ist auch in Heftform unter der Verlagsnummer 354 (Ausgabe Mai 1986)
beim Bellmann-Verlag, 4600 Dortmund 1, Postfach 13, erschienen.)



Plan für die Ausbildung von Explosionsschutzsteigern

1. Allgemeines

1.1. Rechtliche Grundlagen

Nach § 42 Abs. 1 BVOSt ist für die Überwachung der Maßnahmen und Einrichtungen zur Sicherung
gegen Kohlenstaubexplosionen unter Tage ein Explosionsschutzsteiger zu bestellen.

Nach § 42 Abs. 2 BVOSt müssen Explosionschutzsteiger nach einem der Bezirksregierung Arnsberg,
Abteilung Bergbau und Energie anzuzeigenden Plan ausgebildet worden sein.

1.2. Persönliche Voraussetzungen

An der Ausbildung nehmen Personen teil, die die zur Erfüllung der Aufgaben und Befugnisse einer
verantwortlichen Person im Steinkohlenbergbau unter Tage erforderliche Fachkunde, Zuverlässigkeit
und körperliche Eignung besitzen.

2. Dauer, Gliederung und Inhalt der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt in einem überbetrieblichen Lehrgang von 10 Tagen Dauer. Sie besteht aus
einer theoretischen Ausbildung, Besichtigungen und Grubenfahrten und umfaßt folgende Sachgebiete:

3. Ausbildungsabschluß und Teilnahmebescheinigung

Die Ausbildung wird durch einen Leistungsnachweis abgeschlossen.
Über die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung wird eine Bescheinigung entsprechend
anliegendem Muster ausgefertigt.

4. Fortbildung

In Fortbildungsveranstaltungen, die bei Bedarf, spätestens nach Ablauf von 3 Jahren stattfinden,
werden die Explosionsschutzsteiger über den jeweiligen Stand, insbesondere über Weiter-
entwicklungen der Maßnahmen und Einrichtungen zur Sicherung gegen Kohlenstaubexplosionen
unter Tage unterrichtet.

5. Organisation und Durchführung

Die Ausbildung und Fortbildung von Explosionsschutzsteigern wird im Auftrage der Bergbau-
unternehmen vom Steinkohlenbergbauverein unter Beteiligung der Versuchsgrubengesellschaft mbH
und der Bergbau-Versuchsstrecke durchgeführt.

Vorstehendem 'Plan für die Ausbildung von Staubsteigern' einschließlich der Anlage 'Bescheinigung
über die Ausbildung zum Staubsteiger' wird nach § 44 der Bergverordnung des Landesoberbergamts
Nordrhein-Westfalen für die Steinkohlenbergwerke (BVOSt) vom 20.2.1970 zugestimmt.

Geschäftszeichen 18.42.6-2-8

Dortmund, den 9.5.1986

Landesoberbergamt NW
In Vertretung:

P i l g r i m



Anlage


 


25.07.1994

24.8-1-18

Ausbildungspläne
nach den Brandschutz-Richtlinien
für den Steinkohlenbergbau über Tage

A 4.7


An die Bergämter des Landes Nordrhein-Westfalen

Betr.: Ausbildung von Brand- und Explosionsschutzbeauftragten und von Brandschutz-
          gerätewarten im Steinkohlenbergbau über Tage


Die DMT - Gesellschaft für Forschung und Prüfung mbH hat den aktualisierten Plan für
die Ausbildung von Brand- und Explosionsschutzbeauftragten und den Plan für die Ausbildung
von Brandschutzgerätewarten im Steinkohlenbergbau über Tage vorgelegt.

Diesen in der Anlage beigefügten Plänen hat das Landesoberbergamt Nordrhein - Westfalen
nach Nr. 6.1 und Nr. 9.2 der Richtlinien des Landesoberbergamts NW für den Brandschutz im
Steinkohlenbergbau über Tage (Brandschutz - Richtlinien über Tage) vom 4.7.1991 (SBl. A 2.7)
zugestimmt.

Der erstgenannte Plan ersetzt den bisherigen Plan für die Ausbildung von Brand- und Explosions-
schutzbeauftragten im Steinkohlenbergbau über Tage, dessen Zustimmung vom 16.1.1985 damit
gegenstandslos geworden ist.

Dortmund, den 25.07.1994

Landesoberbergamt NRW

F o r n e l l i



Anlage 1

Plan für die Ausbildung
von Brand- und Explosionsschutzbeauftragten
im Steinkohlenbergbau über Tage

Stand: Juni 1994


1. Allgemeines

1.1. Rechtliche Grundlagen

Aufgrund der Bergverordnung des Landesoberbergamtes Nordrhein - Westfalen für die
Steinkohlenbergwerke (BVOSt) vom 20.2.1970 (in der derzeit gültigen Fassung) und der
Richtlinien des Landesoberbergamtes Nordrhein - Westfalen für den Brandschutz im
Steinkohlenbergbau über Tage (Brandschutz - Richtlinien über Tage) vom 4.7.1991 ist
zur Überwachung der Maßnahmen und Einrichtungen des Brand- und Explosionsschutzes
ein Beauftragter zu bestellen. Der örtliche Zuständigkeitsbereich dieser Person soll
demjenigen des in Betracht kommenden Betriebsleiters oder Betriebsführers entsprechen.
Für die Ausbildung von Brand- und Explosionsschutzbeauftragten kommen bestellte Personen
in Frage, die eine Aufsichtstätigkeit in Betrieben des Steinkohlenbergbaus ausgeübt haben
bzw. ausüben und die möglichst über Erfahrungen auf dem Gebiet des Brand- und
Explosionsschutzes verfügen (z.B. als ehemalige Mitglieder einer Betriebs-, Werkfeuerwehr
oder Gasschutzwehr).

1.2 Allgemeine Zielsetzung

Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen auf dem Gebiet des Brand- und
Explosionsschutzes.

Nach Abschluß der Ausbildung soll der Teilnehmer in der Lage sein, die Aufgaben als
Brand- und Explosionsschutzbeauftragter fachgerecht zu erfüllen.

2. Gliederung und Ausbildung

2.1. Sachliche Gliederung

Die Ausbildung gliedert sich in

  • eine betriebliche und
  • eine überbetriebliche Ausbildung.

Sie wird bei Bedarf durch Fortbildungsveranstaltungen ergänzt.

2.1.1 Betriebliche Ausbildung

Dieser Teil der Ausbildung erfolgt in den Betrieben. Inhalt und Durchführung richten sich
nach den Betriebserfordernissen unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Vorkenntnisse
der auszubildenden Personen.

Zu der betrieblichen Ausbildung gehören die Teilnahme an Betriebsbegehungen und an
Besichtigungen der Brand- und Explosionsschutzeinrichtungen sowie von Stellen für die
Wartung und Instandsetzung brandschutztechnischer Geräte und Einrichtungen.

2.1.2 Überbetriebliche Ausbildung

Die überbetriebliche Ausbildung wird im Auftrag der Bergbauunternehmen von der
DMT - Fachstelle für Brand- und Explosionsschutz über Tage - Bergbau - Versuchsstrecke,
Dortmund, der DMT - Gesellschaft für Forschung und Prüfung mbH, durchgeführt.

2.1.3 Fortbildung

In Fortbildungsveranstaltungen werden den Brand- und Explosionsschutzbeauftragten
insbesondere bedeutsame Fort- und Weiterentwicklungen auf dem Gebiet des Brand- und
Explosionsschutzes vermittelt.

2.2 Zeitliche Gliederung

Die Dauer der betrieblichen Ausbildung und der Fortbildung richtet sich nach den jeweiligen
Erfordernissen.

Die überbetriebliche Ausbildung dauert insgesamt 10 Arbeitstage.

3. Inhalte der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung

Dem Ausbildungsziel entsprechend werden zu folgenden Themen Kenntnisse vermittelt:

3.1 Vorschriften für den Brand- und Explosionsschutz

  • allgemeingültige Regelungen
  • bundes- und landesrechtliche Vorschriften
  • bergbehördliche Regeln
  • technische Regeln

3.2 Überblick und Einführung

  • Grundlagen der Verbrennungs- und Explosionsvorgänge
  • Beurteilungskriterien brennbarer Stoffe (Kennwerte und Klassen von brennbaren Gasen,
    Flüssigkeiten, Dämpfen, Stäuben und Stoffen)

3.3 Brandschutzbedürftige und explosionsgefährdete Bereiche, Räume und Anlagen

  • Abgrenzung und Kennzeichnung
  • brandschutzbedürftige Räume, Anlagen und Einrichtungen
  • explosionsgefährdete Bereiche, Räume und Anlagen

3.4 Brandschutz

3.4.1 Branderkennung und -meldung

  • Sinneswahrnehmung
  • Meßgeräte
  • Brandmeldeanlagen
  • Feuermelder

3.4.2 Feuerlöschkräfte

  • Löschhelfer
  • Löschmannschaften, Betriebsfeuerwehren
  • Werkfeuerwehren
  • Mitglieder von Gasschutzwehren
  • Aufsichtspersonen
  • Hilfeleistungsfeuerwehren

3.4.3 Alarmierung der Feuerlöschkräfte

3.4.4 Baulicher Brandschutz

  • Baustoffe und Bauteile
  • Brandabschnitts - Unterteilung
  • Rettungs- und Fluchtwege
  • Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen und -anlagen

3.4.5 Löschwasserversorgung

  • Löschwassermengen
  • Löschwasser - Entnahmestellen
  • Löschwasserleitungsnetz

3.4.6 Löschwasserrückhaltung

3.4.7 Löschmittel und ihre Wirkungsweise

3.4.8 Feuerlöschgeräte, -anlagen und -einrichtungen

  • Feuerlöschgeräte
  • Feuerlöscheinrichtungen
  • Feuerlöschanlagen

3.5 Vorbeugender und konstruktiver Explosionsschutz

3.5.1 Verhindern oder Einschränken explosionsfähiger Atmosphären

  • Raumluftüberwachung
  • Lüftung
  • Inertisierung

3.5.2 Verhindern von Zündquellen

  • elektrische Anlagen und Betriebsmittel
  • mechanische und elektrostatische Funken
  • Flammen, heiße Gase, heiße Oberflächen
  • pyrophore Stoffe

3.5.3 Beschränken von Explosionsauswirkungen

  • druckfeste Bauweise
  • Druckentlastung
  • Unterdrückung

3.6 Arbeiten in brand- und explosionsgefährdeten Bereichen, Räumen und Anlagen

  • Schweiß-, Brenn-, Löt-, Trenn- und Schleifarbeiten
  • Außerbetriebnahme, Öffnen, Wiederinbetriebnahme von Leitungen und Apparaten
    für brennbare Gase
  • Umgang mit brennbaren Gasen und Flüssigkeiten

3.7 Pläne für den Brand- und Explosionsschutz über Tage

3.8 Überwachung der Maßnahmen und Einrichtungen des Brand- und Explosionsschutzes

  • Unterweisung der Löschhelfer und Aufsichtspersonen
  • Überprüfungen und Prüfungen
  • Nachweise
  • Brandschauen.

4. Ausbildungsabschluß

Die Ausbildung wird durch einen Leistungsnachweis abgeschlossen.
Über die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung wird eine Bescheinigung ausgefertigt (Anhang).

Vorstehendem Plan für die Ausbildung von Brand- und Explosionsschutzbeauftragten im
Steinkohlenbergbau über Tage stimme ich gemäß Nr. 6.1 der Richtlinien des Landesoberbergamts NW
für den Brandschutz im Steinkohlenbergbau über Tage (Brandschutz - Richtlinien über Tage) vom
4.7.1991 -24.8-1-18 - zu.

Geschäftszeichen: 24.8-1-18

Dortmund, den 25.7.1994

Landesoberbergamt NRW

F o r n e l l i



Anhang zu Anlage 1

Bescheinigung

über die Ausbildung zum Brand- und Explosionsschutzbeauftragten

Herr _________________________________ geboren am ______________________


von der _______________________________________________________________


hat an der Ausbildung zum


Brand- und Explosionsschutzbeauftragten

gemäß dem 'Plan für die Ausbildung von Brand- und Explosionsschutzbeauftragten im
Steinkohlenbergbau über Tage', dem das Landesoberbergamt Nordrhein - Westfalen am 25.7.94
unter dem Geschäftszeichen 24.8.-1-18 zugestimmt hat, mit Erfolg teilgenommen.


Die betriebliche Ausbildung erfolgte unter der Leitung von


Herrn _________________________________________________________________


bei ___________________________________________________________________


Für die betriebliche Ausbildung


______________________ ________________________________

(Ort, Datum) (Unterschrift, Name, Dienststellung)


Die überbetriebliche Ausbildung erfolgte bei der DMT - Fachstelle für Brand- und Explosionsschutz
über Tage, Bergbau - Versuchsstrecke, Dortmund, in der Zeit


vom __________________________ bis _____________________________________

und


vom __________________________ bis _____________________________________


 

Dortmund, den ____________________


DMT - Fachstelle für

Brand- und Explosionsschutz

Bergbau - Versuchsstrecke Lehrgangsleiter


______________________________ _____________________________



Anlage 2

Plan für die Ausbildung
von Brandschutzgerätewarten
im Steinkohlenbergbau über Tage

Stand: Juni 1994


1. Allgemeines

1.1. Rechtliche Grundlagen

Aufgrund der Richtlinien des Landesoberbergamtes Nordrhein - Westfalen für den
Brandschutz im Steinkohlenbergbau über Tage (Brandschutz - Richtlinien über Tage)
vom 4.7.1991 sind zur Überwachung der Maßnahmen und Einrichtungen des Brandschutzes
Brandschutzgerätewarte zu benennen. Der örtliche Zuständigkeitsbereich dieser Personen soll
demjenigen des in Betracht kommenden Brand- und Explosionsschutzbeauftragten entsprechen.
Für die Ausbildung von Brandschutzgerätewarten kommen Personen in Frage, die möglichst
über Erfahrungen auf dem Gebiet des Brandschutzes verfügen (z.B. als ehemalige Mitglieder
einer Betriebs-, Werkfeuerwehr oder Gasschutzwehr).

1.2 Allgemeine Zielsetzung

Nach Abschluß der Ausbildung soll der Teilnehmer in der Lage sein, die Aufgaben als
Brandschutzgerätewart fachgerecht zu erfüllen.

Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen auf dem Gebiet des Brandschutzes.


2. Gliederung und Ausbildung

2.1. Sachliche Gliederung

Die Ausbildung gliedert sich in

  • eine betriebliche und
  • eine überbetriebliche Ausbildung.

Sie wird bei Bedarf durch Fortbildungsveranstaltungen ergänzt.

Zu der betrieblichen Ausbildung gehören die Teilnahme an Betriebsbegehungen und an
Besichtigungen der Brand- und Explosionsschutzeinrichtungen sowie von Stellen für die
Wartung und Instandsetzung brandschutztechnischer Geräte und Einrichtungen.

2.1.1 Betriebliche Ausbildung

Dieser Teil der Ausbildung erfolgt in den Betrieben. Inhalt und Durchführung richten sich
nach den Betriebserfordernissen unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Vorkenntnisse
der auszubildenden Personen.

2.1.2 Überbetriebliche Ausbildung

Die überbetriebliche Ausbildung wird im Auftrag der Bergbauunternehmen von der
DMT - Fachstelle für Brand- und Explosionsschutz über Tage - Bergbau - Versuchsstrecke
der DMT - Gesellschaft für Forschung und Prüfung mbH, durchgeführt.

2.1.3 Fortbildung

In Fortbildungsveranstaltungen werden den Brandschutzgerätewarten insbesondere bedeutsame
Fort- und Weiterentwicklungen auf dem Gebiet des Brandschutzes vermittelt.

2.2 Zeitliche Gliederung

Die überbetriebliche Ausbildung dauert mindestens 4 Arbeitstage.

Die Dauer der betrieblichen Ausbildung und der Fortbildung richtet sich nach den jeweiligen
Erfordernissen.

3. Inhalte der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung

Dem Ausbildungsziel entsprechend werden zu folgenden Themen Kenntnisse und Fertigkeiten
vermittelt:

3.1 Vorschriften für den Brandschutz

  • allgemeingültige Regelungen
  • bundes- und landesrechtliche Vorschriften
  • bergbehördliche Regeln
  • technische Regeln
  • Prüfanweisungen für Feuerlöscher

3.2 Überblick und Einführung

  • Grundlagen der Verbrennung
  • Löschmittel und ihre Wirkungsweise

3.3 Brandschutzbedürftige Räume und Anlagen

  • Abgrenzung und Kennzeichnung
  • brandschutzbedürftige Räume, Anlagen und Einrichtungen

3.4 Branderkennung und -meldung

  • Sinneswahrnehmung
  • Meßgeräte
  • Brandmeldeanlagen
  • Feuermelder

3.5 Feuerlöschkräfte

  • Löschhelfer
  • Löschmannschaften, Betriebsfeuerwehren
  • Werkfeuerwehren
  • Hilfeleistungsfeuerwehren

3.6 Alarmierung der Feuerlöschkräfte

3.7 Baulicher Brandschutz

  • Baustoffe und Bauteile
  • Brandabschnitts - Unterteilung
  • Rettungs- und Fluchtwege
  • Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen und -anlagen

3.8 Löschwasserversorgung

  • Löschwassermengen
  • Löschwasser - Entnahmestellen
  • Löschwasserleitungsnetz

3.9 Löschwasserrückhaltung

3.10 Feuerlöschgeräte, -anlagen und -einrichtungen

  • Rechtsgrundlagen, Prüfvorschriften, Normen
  • Aufbau und Wirkungsweise von Feuerlöschgeräten
  • Prüfung und Wartung, Instandsetzung von Feuerlöschgeräten
  • Aufbau und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen und -anlagen.

4. Ausbildungsabschluß

Die Ausbildung wird durch einen Leistungsnachweis abgeschlossen.

Über die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung wird eine Bescheinigung ausgefertigt (Anhang).


Vorstehendem Plan für die Ausbildung von Brandschutzgerätewarten im Steinkohlenbergbau
über Tage stimme ich gemäß Nr. 9.2 der Richtlinien des Landesoberbergamtes NW für den
Brandschutz im Steinkohlenbergbau über Tage (Brandschutz - Richtlinien über Tage) vom
4.7.1991 - 24.8-1-18 - zu.


Geschäftszeichen: 24.8-1-18

Dortmund, den 25.7.1994

Landesoberbergamt NRW

F o r n e l l i



Anhang zu Anlage 2

Bescheinigung

über die Ausbildung zum Brandschutzgerätewart

Herr _______________________________ geboren am ______________________________

von der _____________________________________________________________________

hat in der Zeit vom _______________________ bis _______________________

an der Ausbildung zum

Brandschutzgerätewart

für den Bergbau über Tage

gemäß dem 'Plan für die Ausbildung von Brandschutzgeratewarten im Steinkohlenbergbau über Tage',
dem das Landesoberbergamt Nordrhein - Westfalen am 25.07.94 unter dem Geschäftszeichen
24.8-1-18 zugestimmt hat, mit Erfolg teilgenommen.

Das Ausbildungsprogramm umfaßte u.a. folgende Bereiche:

  • Rechtsgrundlagen (Vorschriften, Pläne)
  • Anwendung und Wirkungsweise von Löschmitteln
  • Prüfung, Wartung und Instandsetzung von Feuerlöschgeräten nach Norm
  • Prüfung und Wartung von Feuerlöscheinrichtungen und -anlagen
  • Schriftliche Erfolgskontrolle

Dortmund, den ______________________

DMT - Fachstelle für Brand- und Explosionsschutz

Bergbau - Versuchsstrecke Lehrgangsleiter

___________________________ ________________________



Plan für die Ausbildung von Brandschutzgerätewarten

im Steinkohlenbergbau unter Tage

Stand: September 2007

1. Allgemeines

1.1. Rechtliche Grundlagen

Aufgrund der Richtlinien für den Brandschutz im Steinkohlenbergbau unter Tage
(Brandschutz-Richtlinien) vom 19.12.2001 – 83.18.8-2000-13 - sind zur
Überwachung der Maßnahmen und Einrichtungen des Brandschutzes Brandschutz-
gerätewarte zu benennen.

Für die Ausbildung von Brandschutzgerätewarten kommen Personen in Frage, die
möglichst über Erfahrungen auf dem Gebiet des Brandschutzes verfügen.

1.2 Allgemeine Zielsetzung

Nach Abschluss der Ausbildung soll der Teilnehmer in der Lage sein, die Aufgaben als
Brandschutzgerätewart fachgerecht zu erfüllen.

Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen auf dem Gebiet des Brandschutzes.

2. Gliederung und Ausbildung

2.1. Sachliche Gliederung

Die Ausbildung gliedert sich in

  • eine betriebliche und
  • eine überbetriebliche Ausbildung.

Sie wird bei Bedarf durch Fortbildungsveranstaltungen ergänzt.

Zu der betrieblichen Ausbildung gehören die Teilnahme an Betriebsbegehungen der
Brandschutzeinrichtungen und die Wartung und Instandsetzung brandschutztechnischer
Geräte und Einrichtungen.

2.1.1 Betriebliche Ausbildung

Dieser Teil der Ausbildung erfolgt in den Betrieben.
Inhalt und Durchführung richten sich nach den Betriebserfordernissen unter Berücksichtigung
der Fähigkeiten und Vorkenntnisse der auszubildenden Personen.

2.1.2 Überbetriebliche Ausbildung

Die überbetriebliche Ausbildung wird von der Haupstelle für das Grubenrettungswesen der
DSK durchgeführt.

2.1.3 Fortbildung

In Fortbildungsveranstaltungen werden den Brandschutzgerätewarten insbesondere bedeutsame
Fort- und Weiterentwicklungen auf dem Gebiet des Brandschutzes vermittelt.

2.2 Zeitliche Gliederungen

Die überbetriebliche Ausbildung dauert  mindestens 3 Arbeitstage.
Die Dauer der betrieblichen Ausbildung und der Fortbildung richtet sich nach den jeweiligen
Erfordernissen.

3. Inhalte der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung

Dem Ausbildungsziel entsprechend werden zu folgenden Themen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt:

  • Bergbehördliche Brandschutzvorschriften
  • Prüfvorschriften und Normen
  • Überwachung und Prüfung der BuT- Feuerlöschgeräte
  • Grundlagen der Verbrennung
  • Atemgifte
  • tragbare Messgeräte für Gas und Temperatur
  • Gasprobennahme
  • Grundlagen der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Bekämpfung von Grubenbränden
  • Löschmittel und ihre Wirkungsweise
  • Aufbau von BuT- Feuerlöschgeräten
  • Aufbau, Einbau und Überprüfung von Selbsttätigen Wasserlösch- und Schaumlöschanlagen
  • Aufbau, Einbau und Überprüfung von BuT Einrichtungen und Anlagen
  • Erstellung und Überprüfung von Dämmen
  • Brandschutz in Gurtförderstrecken
  • Brandschutz in maschinellen Streckenvortrieben und Abbaubetrieben
  • Aufbau der Inertisierung

Praktische Handhabung

  • der BuT-Feuerlöschgeräte
  • der BuT-einrichtungen und -anlagen
  • Wassermengenmessung
  • Wiederherstellen von benutzten BuT-Feuerlöschgeräten
  • Anbohrvorrichtung
  • Gas - Messgeräten
  • Gasprobennahme

4. Ausbildungsabschluß

Über die Teilnahme an der Ausbildung wird eine Bescheinigung ausgefertigt (Anhang).

5. Nachschulung

Die Nachschulung ist jährlich und mit einer Dauer von einem Tag durchzuführen



Anhang

Bescheinigung

über die Ausbildung zum Brandschutzgerätewart


Herr _______________________________ geboren am ______________________________

vom _____________________________________________________________________

hat in der Zeit vom _______________________ bis _______________________

an einem Lehrgang

Brandschutzgerätewart unter Tage

gemäß dem 'Plan für die Ausbildung von Brandschutzgerätewarten im Steinkohlenbergbau unter Tage',
dem die Bezirksregierung Arnsberg-Abteilung Bergbau und Energie- am 20.09.2007 unter dem
Geschäftszeichen 83.18.43.5-2007-1 zugestimmt hat, teilgenommen.

Das Ausbildungsprogramm umfasste u.a. folgende Punkte:

  • Rechtsgrundlagen (Vorschriften, Pläne)
  • Anwendung und Wirkungsweise von Löschmitteln
  • Prüfung, Wartung und Instandsetzung von Feuerlöschgeräten
  • Prüfung und Wartung von Feuerlöscheinrichtungen und -anlagen


Herne, den ______________________