13.10.2005

83.18.8-2004-3

DSK Regelungen über brandschutztechnische Maßnahmen bei der untertägigen Verwendung von styrolhaltigen Klebeankersystemen

A 2.7

 

An die Bergämter des Landes NRW (außer Düren)

 

DSK Regelungen über brandschutztechnische Maßnahmen bei der untertägigen Verwendung
von styrolhaltigen Klebeankersystemen

Schreiben der Deutschen Steinkohle AG (DSK) vom 26.08.2005 - BTG-B Dr. Bau -

 Anlagen: DSK Regelungen

 

Als Anlage werden Ihnen hiermit die DSK Regelungen über brandschutztechnische Maßnahmen
bei der untertägigen Verwendung von styrolhaltigen Klebeankersystemen  zur Kenntnis übersandt.

Die in den DSK-Regelungen enthaltenen Anforderungen und Vorgaben bitte ich im Betriebsplan-
verfahren zur Geltung zu bringen.

Dazu hat die DSK AG mit Schreiben vom 17.12.2004 mitgeteilt, dass sie diese Regelungen in
ihren Betrieben mit Aufnahme in das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument umsetzt und
in die „Liste der anerkannten Verwaltungsvorschriften“ einfügt, die ab dem 01.01.2005 spätestens 
bei Neufassungen von Hauptbetriebsplänen als regelmäßig (quartalsmäßig) zu aktualisierende Anlage
den jeweiligen Hauptbetriebsplänen beigefügt werden soll.

          Bezirksregierung Arnsberg
Abteilung Bergbau und Energie in NRW

                     Im Auftrag

                    K i r c h n e r



DSK Regelungen über brandschutztechnische Maßnahmen bei der untertägigen
Verwendung von styrolhaltigen Klebeankersystemen

Die nachfolgenden DSK-Regelungen gelten für die Betriebe der DSK bei der untertägigen
Verwendung von styrolhaltigen Klebeankersystemen. Sie dienen dazu, die brandschutztechnischen
Anforderungen beim Umgang mit diesen Systemen festzulegen und für die Betriebe verbindlich
zu machen. Abweichungen von diesen DSK-Regelungen sind in Sondersituationen möglich,
müssen aber mit dem jeweiligen Bergamt abgestimmt werden. Die Anpassung dieser Regelungen
an weitere Entwicklungen ist der DSK vorbehalten.

1 Transport

1.1 Der Transport der Klebepatronen darf nur in unbrennbaren, offenen Transportbehältern
      stattfinden. Durch die Art der Zuladung muss sichergestellt sein, dass die Verpackung der
      Klebepatronen nicht zerstört werden kann.

1.2 Beschädigte Klebepatronen sind unverzüglich 1) wieder zu Tage zu schicken.

1.3 Der Unternehmer hat sicherzustellen, dass Klebepatronen ausschließlich in Gebinden gemäß
      zugehöriger allgemeiner Zulassung nach GesBergV vom Hersteller angeliefert werden.

2 Bereithalten

2.1 Es darf maximal ein Dreitagesbedarf in einem Mindestabstand von 15 m von der Ortsbrust
     von Vortrieben bzw. von 40 m versatzseitig von Streböffnungen in Abbaustrecken bereitgehalten
     werden. Unter Gurtförderern oder näher als 1 m neben diesen werden keine Klebepatronen
     bereitgehalten.

2.2 Die Bereithaltung erfolgt in unbrennbaren, offenen Behältern.

2.3 Die Menge des jeweiligen Dreitagesbedarfs ist in die Betriebsanweisung für den jeweiligen
     Betriebspunkt aufzunehmen. Die jeweilige Verfahrensweise dazu kann mit dem Bergamt
     abgestimmt werden.

2.4 An der Bereithaltungsstelle müssen 2 BuT- Feuerlöscher vorhanden sein.

2.5 Müssen betriebsbedingt mehr als die o. g. Mengen vorgehalten werden, so ist die Bereithaltungs-
     stelle brandschutztechnisch zusätzlich abzusichern. Für diesen Fall ist eine entsprechende
     Stellungnahme der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen einzuholen und eine Abstimmung
     mit dem Bergamt vorzunehmen.

3 Verarbeiten

3.1 Ankerklebepatronen sind an der Verwendungsstelle aus der Herstellerverpackung zu verarbeiten.

3.2 In der Nähe der Verarbeitungsstelle sind mindestens 2 BuT- Feuerlöscher bereitzuhalten.

3.3 Der Austritt von Kleber aus dem Bohrloch ist durch die Wahl der verwendeten Patronengröße
     so gering wie möglich zu halten.

3.4 Austretende Klebermengen von mehr als 0,8 kg je laufenden Meter Grubenbau sind unverzüglich 2)
     zu entfernen und über Tage zu entsorgen.

3.5 Nicht verarbeitete Ankerklebepatronen sind zurück zur Bereithaltungsstelle zu bringen.

3.6 Beschädigte Klebepatronen sind nach über Tage zu transportieren und zu entsorgen.


1) ohne schuldhaftes Verzögern, d.h. zerstörte Klebepatronen müssen mit dem ersten möglichen
Rücktransport von Altmaterial usw. abgefördert werden.

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2) ohne schuldhaftes Verzögern, d.h. ausgetretene Klebermengen > 0,8 kg/lfd.m Grubenbau müssen
   entfernt und mit dem ersten möglichen Rücktransport von Altmaterial usw. abgefördert werden.

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