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30.11.1993

33.1-3-45

Ausbildung als Bergbaubeflissener

A 7


An die Bergämter des Landes Nordrhein - Westfalen

Betr.: Bestimmungen über die Ausbildung als Bergbaubeflissener mit Erläuterungen
        und Rahmenplan

Bezug: Rundverfügung vom 21.4.1971 - 33.1. I 36


Hiermit übersende ich die o.a. Bestimmungen über die Ausbildung als Bergbaubeflissener
mit Erläuterungen und Rahmenplan.

Mit Runderlaß des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes
Nordrhein - Westfalen vom 31.10.1992 - 511-06-20-13 / 92 (MBl. NW. 1992 S. 1753) -
sind die Bestimmungen über die Ausbildung als Bergbaubeflissener geändert und
bekanntgemacht worden. Durch die neuen Bestimmungen werden dem Bergbaubeflissenen
mehr Auswahlmöglichkeiten zu eigener Gestaltung seiner praktischen Ausbildung unter
Aufsicht der Bergbehörde gegeben.

Das Landesoberbergamt NRW regelt die Ausbildung der Bergbaubeflissenen gemäß
Ziffern 2, 4 und 8 der neuen Bestimmungen. Das Bergamt betreut die Ausbildung gem. Ziff. 9
der o.g. Bestimmungen und hat in Abstimmung mit der Werksleitung dafür zu sorgen, daß der
Bergbaubeflissene entsprechend den Zielen der Ausbildung beschäftigt wird.

In der Grundausbildung sind 120 Schichten (einschließlich 10 Belehrungsschichten), in der
Weiterbildung 80 Schichten abzuleisten.

In der Grundausbildung ist ein Abschnitt im Steinkohlenbergbau und ein weiterer Abschnitt
in einem anderen Bergbauzweig zu verfahren. Die Reihenfolge kann vom Bergbaubeflissenen
gewählt werden.

Das Bergamt stellt während der Grundausbildung das Thema für die schriftliche Arbeit auf
Antrag des Bergbaubeflissenen gem. Ziffer 10.2 und führt die Probegrubenfahrt gemäß
Ziffer 10.3 durch.

Die Anforderungen an die schriftliche Arbeit und die Probegrubenfahrt ergeben sich aus den
Ziffern 3, 10.2 und 10.3, die Beurteilung der Leistungen richtet sich nach Ziffer 13 der o.a.
Bestimmungen. Eine Differenzierung der Leistungen soll nach § 23 Abs. 3 der Verordnung
über die Ausbildung und Prüfung für den höheren Staatsdienst im Bergfach erfolgen.

In der Weiterbildung kann der Bergbaubeflissene unter den fünf in Ziffer 5.3 a.a.O. aufgeführten
Einzelabschnitten eine Auswahl treffen. Es müssen jedoch mindestens 3 Einzelabschnitte von
wenigstens 20 Schichten Dauer abgeleistet werden. Auf die Weiterbildung kann das Landes-
oberbergamt NRW praktische Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit der Hochschulausbildung
durchgeführt werden (z.B. Studienarbeiten), anrechnen, sofern dies mit den Zielen der
Beflissenenausbildung vereinbar ist.

Nach Ziffer 10 a.a.O. hat der Bergbaubeflissene ein Schichtentagebuch zu führen und dem
Bergamt nach Abschluß des jeweiligen Beschäftigungsabschnittes vorzulegen.

Vom Bergamt sind die Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der Probegrubenfahrt in das
Schichtentagebuch einzutragen, dem Landesoberbergamt NRW sind nach Abschluß des jeweiligen
Ausbildungsabschnittes die Anzahl der abgeleisteten Schichten sowie die Ergebnisse der
schriftlichen Arbeit und der Probegrubenfahrt unverzüglich zu berichten.

Es wird darauf hingewiesen, daß die Tätigkeit im Steinkohlenbergbau in NRW zwingend
vorgeschrieben ist, im übrigen sind die Bestimmungen über die Ausbildung als Bergbaubeflissener
in allen Oberbergamtsbezirken einheitlich.

Entsprechend der Ziffer 8 a.a.O. können dem Bergbaubeflissenen durch das Landesoberbergamt
NRW Schichten angerechnet werden, die er vor seiner Annahme als Bergbaubeflissener
verfahren hat, wenn sie dem Ziel der Ausbildung entsprechen.

Die Bestimmungen über die Ausbildung als Bergbaubeflissener sind am 1.1.1993 in Kraft getreten.
Die Rundverfügung vom 21.4.1971 - 33.1 I 36 - wird hiermit aufgehoben.

Dortmund, den 30.11.1993

Landesoberbergamt NRW

S c h e l t e r

(Die Bestimmungen einschließlich Erläuterungen und Rahmenplan sind auch in Heftform
unter der Verlagsnummer 36 bei der Verlag Glückauf GmbH, Postfach 10 39 45, 45039 Essen,
Tel (0201) 172 - 15 46, erhältlich.)