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Plan für die Ausbildung von Brandschutzgerätewarten

im Steinkohlenbergbau unter Tage

Stand: September 2007

1. Allgemeines

1.1. Rechtliche Grundlagen

Aufgrund der Richtlinien für den Brandschutz im Steinkohlenbergbau unter Tage
(Brandschutz-Richtlinien) vom 19.12.2001 – 83.18.8-2000-13 - sind zur
Überwachung der Maßnahmen und Einrichtungen des Brandschutzes Brandschutz-
gerätewarte zu benennen.

Für die Ausbildung von Brandschutzgerätewarten kommen Personen in Frage, die
möglichst über Erfahrungen auf dem Gebiet des Brandschutzes verfügen.

1.2 Allgemeine Zielsetzung

Nach Abschluss der Ausbildung soll der Teilnehmer in der Lage sein, die Aufgaben als
Brandschutzgerätewart fachgerecht zu erfüllen.

Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen auf dem Gebiet des Brandschutzes.

2. Gliederung und Ausbildung

2.1. Sachliche Gliederung

Die Ausbildung gliedert sich in

  • eine betriebliche und
  • eine überbetriebliche Ausbildung.

Sie wird bei Bedarf durch Fortbildungsveranstaltungen ergänzt.

Zu der betrieblichen Ausbildung gehören die Teilnahme an Betriebsbegehungen der
Brandschutzeinrichtungen und die Wartung und Instandsetzung brandschutztechnischer
Geräte und Einrichtungen.

2.1.1 Betriebliche Ausbildung

Dieser Teil der Ausbildung erfolgt in den Betrieben.
Inhalt und Durchführung richten sich nach den Betriebserfordernissen unter Berücksichtigung
der Fähigkeiten und Vorkenntnisse der auszubildenden Personen.

2.1.2 Überbetriebliche Ausbildung

Die überbetriebliche Ausbildung wird von der Haupstelle für das Grubenrettungswesen der
DSK durchgeführt.

2.1.3 Fortbildung

In Fortbildungsveranstaltungen werden den Brandschutzgerätewarten insbesondere bedeutsame
Fort- und Weiterentwicklungen auf dem Gebiet des Brandschutzes vermittelt.

2.2 Zeitliche Gliederungen

Die überbetriebliche Ausbildung dauert  mindestens 3 Arbeitstage.
Die Dauer der betrieblichen Ausbildung und der Fortbildung richtet sich nach den jeweiligen
Erfordernissen.

3. Inhalte der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung

Dem Ausbildungsziel entsprechend werden zu folgenden Themen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt:

  • Bergbehördliche Brandschutzvorschriften
  • Prüfvorschriften und Normen
  • Überwachung und Prüfung der BuT- Feuerlöschgeräte
  • Grundlagen der Verbrennung
  • Atemgifte
  • tragbare Messgeräte für Gas und Temperatur
  • Gasprobennahme
  • Grundlagen der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Bekämpfung von Grubenbränden
  • Löschmittel und ihre Wirkungsweise
  • Aufbau von BuT- Feuerlöschgeräten
  • Aufbau, Einbau und Überprüfung von Selbsttätigen Wasserlösch- und Schaumlöschanlagen
  • Aufbau, Einbau und Überprüfung von BuT Einrichtungen und Anlagen
  • Erstellung und Überprüfung von Dämmen
  • Brandschutz in Gurtförderstrecken
  • Brandschutz in maschinellen Streckenvortrieben und Abbaubetrieben
  • Aufbau der Inertisierung

Praktische Handhabung

  • der BuT-Feuerlöschgeräte
  • der BuT-einrichtungen und -anlagen
  • Wassermengenmessung
  • Wiederherstellen von benutzten BuT-Feuerlöschgeräten
  • Anbohrvorrichtung
  • Gas - Messgeräten
  • Gasprobennahme

4. Ausbildungsabschluß

Über die Teilnahme an der Ausbildung wird eine Bescheinigung ausgefertigt (Anhang).

5. Nachschulung

Die Nachschulung ist jährlich und mit einer Dauer von einem Tag durchzuführen