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Bezirksregierung Arnsberg
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Genehmigung von Einrichtungen

- elektrohydraulische Bremsensteuerung -

 

Auf den Antrag der SIEMAG TECBERG GmbH vom 02.08.2010 – BS/HOK –
erteilt die Bezirksregierung Arnsberg gemäß § 5 Abs. 1 der Bergverordnung für
Schacht- und Schrägförderanlagen (BVOS) vom 04.12.2003 hiermit die
Genehmigung für den 1. Nachtrag zu der bestehenden Bauartzulassung für die
Bremsensteuerung vom Typ STP 1.

 

Genehmigungs-Nr.:

B-26/03/1 (N1)

Genehmigungs-Datum:

13.10.2011

Hersteller:

SIEMAG TECBERG GmbH, D 35708 Haiger

Bezeichnung des Baumusters:

elektrohydraulische Bremsensteuerung
mit regelbarer Fahrbremse und mit konstantem
Teilbremsdruck bei Sicherheitsbremsung für von
Hand bediente Fördermaschinen und Förderhäspel
mit einer zulässigen Fahrgeschwindigkeit von bis zu 4 m/s

Bezeichnung: STP 1         

Unterlagen:

1 Ordner
- Deckblatt zum 1. Nachtrag (1 Seite)
- Revisionsblatt (1 Seite)
- Inhaltsverzeichnis zum Kapitel C (1 Seite)
- Kapitel C) Funktionsbeschreibung der elektrischen
   Steuerung (9 Seiten)
- Stromlaufpläne: Inhaltsverzeichnis 3 Blätter,
   Stromlaufpläne 23 Blätter und Klemmenpläne 4 Blätter
- Kontroll- Prüf- und Untersuchungsintervalle (22 Seiten)

 

Der Prüfbericht des Sachverständigen der DMT  GmbH & Co. KG, Fachstelle für
Sicherheit – Seilprüfstelle - Bochum  vom 05.07.2011 – Nr. P11 – 00503 – SPS-Sn –
ist Bestandteil des 1. Nachtrages dieser Genehmigung.

 

Kurzbeschreibung zum Änderungsumfang:

An der Bremseinrichtung trat mehrfach ein Fehlverhalten auf, in dessen Folge die
Teilbremskraft beim Auslösen der Sicherheitsbremse nur verzögert aufgebaut wurde.
Von der Firma SIEMAG TECBERG GmbH wurde ein Schaltungsvorschlag erarbeitet,
mit dem die Fehlfunktion dauerhaft abgestellt werden konnte. Die im folgenden
benutzten Bezeichnungen beziehen sich auf das Pneumatikschema Siemag-
Zeichnungsnummer 0908400/1 der Bremseinrichtung und auf den Schaltplan
Sicherheitskreis Ventile Bremsensteuerung Zeichnungsnummer 0601 1306
=MSFFH +07 Seite 17.

 

Geänderte Funktionen:

  • Durch zwei zusätzliche, um etwa 3 Sekunden einschaltverzögert arbeitende
    Zeitrelais K167 und K168 wird bewirkt, dass das Ventil Pos. 12.2 den
    Haltezylinder des Bremsgewichts nach dem Schließen des Fahrbremshebels
    zeitverzögert erst entlüftet, wenn zuvor der Druckausgleich zwischen den
    beiden Zylindern stattgefunden hat. Dadurch wird erreicht, dass vor dem
    Entlüften des Haltezylinders zunächst der Teilbremsdruck im Fahrbrems-
    zylinder aufgebaut werden kann. Die Zeitrelais sind redundant und können
    über Trennklemmen einzeln auf ihre Wirkung geprüft werden.
  • Mit dem Impulsrelais K167 wird diese Funktion für die Dauer des
    Lüftvorgangs der Sicherheitsbremse überbrückt. Dadurch wird verhindert,
    dass im Fall eines erneuten Auslösens des Sicherheitskreises während des
    Lüftens der Sicherheitsbremse der volle Fahrbremsdruck ungedrosselt in
    den Haltezylinder überströmen kann, was zum beobachteten Hochschnellen
    des Bremsgewichts führen würde.

 

Hinweis:

In den Dokumentationsunterlagen des 1. Nachtrages sind für die Bremsensteuerung
vom Typ STP 1 ausführliche Vorgaben für regelmäßige Kotroll-, Prüf- und
Untersuchungs- Intervalle zusammengestellt, die zu beachten sind.

Diese Genehmigung ist jederzeit widerruflich; sie kann entschädigungslos
zurückgezogen werden, wenn die in den Verkehr gebrachten Betriebsmittel
nicht den der Bauartprüfung zugrunde liegenden Ausführungen entsprechen.