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Bezirksregierung Arnsberg
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6.5. Zulassungs-Nr. V-5 / 86 / 2

 

Zulassungs-Datum: 9.12.1986

Hersteller: AEG Aktiengesellschaft, Frankfurt

Bauart: Geschwindigkeits-Überwachungseinrichtung mit Meßcontactern

 

Unterlagen:

Antrag vom 2.12.1986 - 597.0045. F 01. BG-4.2 - Lw / Ti -

mit Verzögerungsdiagramm vom 2.12.1986 - 597.0045. F 01. FUP-4.1

Schaltbild vom 27.8.1986 - 597.0045. F 01. STR-3.2 - (4 Blatt).

 

Prüfbericht:

WBK-Seilprüfstelle, Bochum, vom 5.12.1986 - SPS Mo / Ne - Nr. 186 -.

 

Kurzbeschreibung:

Aufbau und Wirkungsweise

Eine vom Seilträger angetriebene permanent erregte Tachomaschine

gibt eine der Drehzahl entsprechende Spannung auf einen

Meßcontacter, der auf einer Meßskala bis zu acht einstellbare

Kontaktmarken hat. Die Kontakteinrichtung spricht an, wenn die

Anzeige des Meßgerätes eine der Kontaktmarken überfährt.

Eine zweite, vom Seilträger oder einer Seilscheibe angetriebene,

ebenfalls permanent erregte und von der ersten unabhängige

Tachomaschine wirkt auf einen weiteren Meßcontacter. Bei Trommel-

oder Bobinenfördermaschinen darf die zweite Tachomaschine nicht

unmittelbar am Seilträger angebracht sein. Bei Fahrtreglern

überwacht sie den Antrieb von Wegsollwertgebern mit.

Zur punktweisen Geschwindigkeitsüberwachung sind jedem

Überwachungspunkt der beiden Meßcontacter zwei Schalter im

Schacht, bei Trommel- oder Bobinenanlagen auch am Fahrtregler (je

Trum einer) zugeordnet, die beim Vorbeifahren des aufwärts gehenden

Fördermittels oder Gegengewichtes umschalten. Im Augenblick dieser

Umschaltung muß die Fahrgeschwindigkeit so weit vermindert sein,

daß der dem betreffenden Schalter zugehörige Kontakt bereits

angesprochen hat und geschlossen ist, andernfalls wird eine

Sicherheitsbremsung ausgelöst.

Ein weiterer Kontakt löst bei Überschreiten der zulässigen

Höchstgeschwindigkeit die Sicherheitsbremse aus (TAS Nr. 3.7.1 oder

3.6.2.1).

Ausfall der Spannung führt durch Ruhestromschaltung der

Meßcontacter zum Öffnen der Kontakte und damit zur

Sicherheitsbremsung.

Mit einer Prüfeinrichtung, die eine von der Tachospannung

unabhängige Spannung liefert, kann das Ansprechen aller Kontakte

der Meßcontacter einzeln nacheinander geprüft werden. Mit einem

Prüftaster je Meßcontacter kann die Speisespannung unterbrochen

werden; damit fallen alle Überwachungskontakte ab. Die zugehörigen

Leuchtfelder müssen dies anzeigen.

Überwachung

- des Spannungsausfalls

- der beiden Tachomaschinen und der beiden Meßcontacter durch

gegenseitigen Vergleich der Ausgänge der Meßcontacter,

- der Reihenfolge des Ansprechens der Kontaktmarken, außer der für

die Höchstgeschwindigkeit,

- der Wegschalter durch Kontrolle der Schaltstellung bei Bündigkeit

am Fahrwegende.

 

Bemerkungen:

Bei Treibscheibenanlagen dürfen für die Überwachung nur Schachtschalter verwendet werden.

Die Überprüfung mittels Prüftaster richtet sich nach § 18 Abs. 1 Nr. 11, die Prüfung mittels Prüfeinrichtung nach § 19

Abs. 2 Nr. 4 des BVOS.

 

Hinweise:

Die Einstellung der Kontaktmarken muß zur Inbetriebnahme schriftlich festgelegt und am Bedienungsstand bereitgehalten werden.

Die Geschwindigkeitsüberwachung kann bei Fördermaschinen als Teil des Fahrtreglers dienen; die Bauart des Fahrtreglers muß dann nach

§ 8 Abs. 1 Nr. 4 des BVOS zugelassen sein.