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Bezirksregierung Arnsberg
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6.2. Zulassungs-Nr. V-2 / 82 / 2

Zulassungs-Datum: 25.1.1982

Hersteller: Siemens AG, Erlangen

Bauart: Punktweise Geschwindigkeitsüberwachung mit Meßcontacter

Unterlagen:

Antrag vom 26.1.1981 - E 273/549.29 - Scht -

Beschreibung vom 20.1.1981 / 15.7.1981

- E 273/549.29 - mit Verzögerungsdiagramm

Schaltbild vom 28.10.1980 / 15.7.1981 (3 Blatt)

Gebrauchsanleitung für den Meßcontacter f 3 der Firma Gossen GmbH,

Erlangen, November 1979

Prüfberichte:

TÜV Hannover vom 30.6.1981 - EE. - Sch Ws -;

vom 9.9.1981 - EE. - Sch U -

Kurzbeschreibung:

Aufbau und Wirkungsweise

Eine am Seilträger angeschlossene, permanent erregte Tachomaschine

gibt eine der Drehzahl entsprechende Spannung auf einen

Meßcontacter, der auf einer Meßskala vier einstellbare

Kontaktmarken hat. Die Kontakteinrichtung spricht an, wenn der

Zeiger des Meßgerätes eine der Kontaktmarken überfährt; die

Betätigung geschieht durch induktives Abtasten der Zeigerstellung.

Die Ausgänge des Meßcontacters sind in Reihe auf zwei parallele

Ruhestromrelais (-schütze) des Sicherheitsstromkreises geschaltet.

Zur punktweisen Geschwindigkeitsüberwachung sind jedem

Überwachungspunkt des Meßcontacters zwei Schachtschalter (je Trum

einer) zugeordnet, die beim Vorbeifahren des aufwärtsgehenden

Fördermittels bzw. Gegengewichts umschalten. Im Augenblick dieser

Umschaltung muß die Geschwindigkeit bereits so weit vermindert

sein, daß der dem betreffenden Schachtschalter zugehörige Kontakt

des Meßcontacters bereits angesprochen hat und geschlossen ist,

anderenfalls wird eine Sicherheitsbremsung ausgelöst.

Ein weiterer Kontakt des Meßcontacters löst bei Überschreiten der

Höchstgeschwindigkeit, z.B. bei 115%, die Sicherheitsbremse aus.

Ausfall der Spannung führt zum Öffnen der Kontakte und damit zur

Sicherheitsbremsung.

Mit einer Prüfeinrichtung kann das Ansprechen der Kontakte des

Meßcontacters einzeln geprüft werden.

Überwachung

- der beiden Ruhestromrelais im Sicherheitsstromkreis auf gleiche Schaltstellung,

- der Umschaltung der Schachtschalter (alle Schalter eines Trums müssen nach Ende der Retardierung umgeschaltet haben) mit Störungsmeldung bei Handbetrieb oder Sperrung der Abfahrt bei Automatikbetrieb über zwei parallele, auf Gleichstellung überwachte Ruhestromrelais im Abfahrkreis,

- der Tachomaschine auf Ausfall sowie der Leitung zwischen Tachomaschine und Meßcontacter auf Drahtbruch durch eine zweite Tachomaschine in Verbindung mit einer elektronischen Gremzwertstufe

oder einem zweiten Meßcontacter;

- der beiden Tachomaschinen auf Spannungsdifferenzen.

Bemerkungen:

Es dürfen nur Meßcontacter in Ruhestromausführung verwendet werden.

Die Kontaktgabe des Meßcontacters ist im Rahmen der Prüfungen nach § 19 Abs. 2 Nr. 4 BVOS zu prüfen. Für die Höchstgeschwindigkeitsauslösung ist dabei eine geringere als die zulässige Höchstgeschwindigkeit vorzugeben.

Hinweis:

Bei einer größeren Anzahl von Überwachungspunkten können mehrere gleiche Meßcontacter eingesetzt werden.