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Bezirksregierung Arnsberg
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6.1.

Zulassungs-Nr.:

V-1 / 81 / 1

Zulassungs-Datum:

7.8.1981

Hersteller:

Siemens AG, Erlangen

Bauart:

Elektronische Geschwindigkeitsüberwachungseinrichtung mit
4 Grenzwerten für Schacht- und Schrägförderanlagen

Unterlagen:

Antrag vom 31.1.1980 - E 271/590.9.15/Dr. - mit
Zeichnungsverzeichnis vom 25.1.1980;
Beschreibung 4 E 271 B 506/1, Bl. 1-3;
Funktionsplan 3 E 271 S 506/2 vom 21.1.1980;
Schaltpläne 3 E 271 S 330/D 1.04 Aa, Bl. 1-3, vom 19.10.1979;
Verzeichnisse 4 E 271 L 506/3 und 3 E 271 L 506/4
vom 24.1.1980;
Schaltzeichenliste 3 E 271 L 506/5 vom 22.1.1980;
Gerätestücklisten 3 E 271 V 330/D 1.05 B, Bl. 1-5,
vom 19.3.1979;
Druckschriften über Impulsgeber und Näherungsschalter

Prüfbericht:

WBK-Seilprüfstelle, Bochum vom 2.7.1980 - Nr. 99 -
Mo / Al / 3100


Kurzbeschreibung:

Aufbau und Wirkungsweise

Ein vom Seilträger formschlüssig angetriebener Winkelschrittgeber oder wahlweise zwei am Seilträger
angebrachte berührungslose Initiatoren erzeugen beim Treiben jeweils zwei Impulsfrequenzen proportional
zur Drehzahl des Seilträgers.

Die Impulse werden in Spannungs-Analogwerte umgewandelt und über Grenzwertmelder mit maximal
4 einstellbaren Gremzgeschwindigkeiten verglichen. Wird eine Grenzgeschwindigkeit überschritten, so
folgt Auslösung der Sicherheitsbremse oder gegebenenfalls Anzeige.

Die Höchstgeschwindigkeitserfassung und -auslösung ist doppelt vorhanden mit Ausnahme des Indikators.

Die Ausgänge der Elektronik sind mit Relais in Ruhestromschaltung bestückt; Ausfall eines Relais oder
Drahtbruch haben die gleiche Auswirkung wie das Überschreiten einer Grenzgeschwindigkeit.

Eine Geschwindigkeitsanzeige kann angeschlossen werden.

Die Erfassung der Fahrtrichtung ist möglich, wenn die Impulsgeber entsprechend angeordnet und die
Impulsfolgen entsprechend ausgewertet werden.

Mit einer Prüfeinrichtung können der zweite und vierte Grenzwert simuliert werden.

Bei einer großen Zahl von Überwachungspunkten können mehrere gleiche Geräte eingesetzt werden.

Die elektronischen Bauelemente werden nach Firmenangabe vor dem Einbau 168 Stunden lang bei
125 Grad C belastet (sogenanntes 'Einbrennen') und danach auf Funktion geprüft.

Steckkarten sind gegen Überspannung geschützt; Leiterplatten und Verdrahtungen haben eine
Schutzlackierung.

Abschirmplatten im Verdrahtungsfeld bewirken definierte Koppelkapazitäten.


Überwachung

  • der Verbindungsleitungen zwischen Impulsgeber und Auswerteelektronik auf Aderbruch
    und Aderschluß nach einer einstellbaren Hochlaufzeit; dabei wird sowohl ein Mindestwert
    der Impulsfrequenzen abgefragt als auch der Ausfall einer ganzen Impulsfolge überwacht;
  • der fest eingestellten Frequenz des Taktgebers auf Ausfall;
  • der Reihenfolge des Ansprechens der Grenzwertgeber;
  • der Steckkarten in den Flachbaugruppen auf Vorhandensein;
  • des Spannungsausfalls.

Bemerkungen:

Für Geschwindigkeitsgrenzwerte unter 100% der Nenngeschwindigkeit sind die Ansprechbereiche
festzulegen.

Die Einrichtung muß mindestens nach Prüfliste des Herstellers geprüft werden.


Hinweis:

Die elektronischen Schaltkreise brauchen wegen der dynamischen Überwachung nicht redundant
aufgebaut zu sein.


1. Nachtrag zu Nr. 6.1

Zulassungs-Nr.:

V-1/81/1 (N1)

Zulassungs-Datum:

Januar 1987

Hersteller:

Siemens AG, Erlangen


Anstelle des Impulsgebers Typ GIM 72 nach dem Zeichnungsverzeichnis 4 E 271 V 506 vom
25.1.1980 und der zugehörigen Druckschrift darf wahlweise ein

Impulsgeber Typ 8 SX 8 194

nach dem Zeichnungsverzeichnis 4 E 271 V 506 a von November 1986
und der zugehörigen Druckschrift 4 E 271 B 59 6 (Bl. 1 bis 4) verwendet werden.