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Bezirksregierung Arnsberg
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5. Nachtrag zur Bauartzulassung 2.9

Zulassungs-Nr.:

B-6/83/1 (N5) + 3. Erg.

Zulassungs-Datum:

26. 11. 1998 - 15.16.4-8-3 -;
Ergänzung vom 27.11.2008 -62.15.16.4-2008-2-

Hersteller:

Siemens AG, Essen

Bezeichnung:

Elektropneumatisch gesteuerter
Zweiachs-Druckluftschnellschluss-Bremsapparat;
Typen 8SM7506,
Typen 8SM7509,
Typen 8SM7512,
Typen 8SM7515,
Typen 8SM7520.

Unterlagen:

-Vergleich der beiden Ventile, der Baumaße,
   der Be- und Entlüftungszeiten, 3 Blatt
- Baumusterprüfbescheinigung vom 5. 12. 1996 - 96478 -
- Beschreibung mit Betriebsanleitung vom 5. 4. 1992 - 7501101 -, 
  13 Blatt
- Beschreibung des Fehlermeldebausteins, 6 Blatt
- Pneumatikschemata, Zeichnungs-Nr. 0742919 vom 2. 11. 1994

Prüfbericht der DMT-Fachstelle für Sicherheit - Seilprüfstelle -
Nr. 8809 vom 10. 9. 1998 - SPS-Br/Di 14 FMA -

Bauartbeschreibung:

Das als Doppelventil ausgeführte Sicherheitsbremsventil Typ PSVL 39 BKE der Fa. HERION
wird in neu zu errichtenden Bremsapparaten durch den Typ XSz 50 der Fa. HERION ersetzt.

Bei sonst unveränderter Ausführung der elektrischen/elektronischen Schaltungen der Bremsen-
steuerung dient der an das Doppelventil angeflanschte Fehlermeldebaustein, Bestell-Nr. 1028063
der Fa. HERION, der Antivalenzerfassung.

Das Sicherheitsbremsventil Typ PSVL 39 BKE kann auch in bestehenden Bremsapparaten durch
den Typ XSz 50 und den Fehlermeldebaustein ersetzt werden.


1. Ergänzung:

Änderung der Druckschalter:

Anstelle der bisher verwendeten Druckschalter (0814758.0000) der Firma Norgren / Herion
dürfen Druckschalter der gleichen Firma der Baureihe 20D mit dem Innengewinde G 1/4“
eingesetzt werden.

Änderung des Rückschlagventils:

Anstelle des bisher verwendeten Rückschlagventils der Firma Europa, Baureihe VSR darf ein
WEH - Rückschlagventil der Baureihe TVR2 mit dem Innengewinde G 2“  eingesetzt werden.

 


2. Ergänzung:

Bei sonst unveränderter Bauweise dürfen pneumatische Bauteile wie z.B. Druckschalter,
Kugelhähne, Manometer, Rückschlagventile, Drosselventile, Filterregler, Schalldämpfer und
Messanschlüsse durch technisch gleichwertige und funktionsgleiche neue Komponenten ersetzt
werden.

Des Weiteren darf ein Fernmeldebaustein (Überwachungseinrichtung) für das Pressen-
sicherheitsventil eingebaut werden.

 

Hinweise:

Bei der Errichtung und Inbetriebnahme der Bremsensteuerung sind die nachfolgend genannten
Punkte a) bis e) zu beachten:

  1. Die technische Ausführung der elektrischen/elektronischen Schaltungen der Bremsen-
    steuerung wurde nicht im Rahmen dieses Nachtrags zur Bauartzulassung geprüft; bei
    der jeweiligen Errichtung eines Bremsapparates sind diese Schaltungen den
    Anforderungen der BVOS und der TAS entsprechend auszuführen und zu prüfen.
     
  2. Vom Hersteller ist für die jeweilige Anlage eine Betriebsanweisung nach TAS 3.8.7.13
    beizuliefern.
     
  3. Die Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstellers ist zu beachten; sie ist in der Nähe
    des Bedienungsstandes auszuhängen oder auszulegen.
     
  4. Vor der Inbetriebnahme der entsprechend dem 5. Nachtrag ausgeführten Brems-
    apparate muss nachgewiesen werden, dass im Sicherheitsbremsfall sowohl bei
    ungedrosselter als auch bei gedrosselter Entlüftung des Haltezylinders keine dynamische
    Massenwirkung durch das Absinken des Fallgewichtes gegeben ist.
  5. Das Ansprechen des Fehlerbausteins muss gespeichert und quittierbar ausgeführt werden.

3. Ergänzung vom 07.08.2013:

Bei sonst unveränderlichen sicherheitlichen Konzept der Bremseinrichtung darf wahlweise
als Ersatz ein neuer Metallfaltenbalg im so genannten „M-Druck- Regler“ innerhalb der
pneumatischen Bremsensteuerung eingesetzt werden. Der Faltenbalg im Rohrventil des
Bremsdruckreglers soll zukünftig aus Edelstahl gefertigt werden.