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Bezirksregierung Arnsberg
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2.9. Zulassungs-Nr.:

 B-6/83/1

Zulassungs-Datum:

31.10.1983

Hersteller:

Siemens AG, Erlangen

Bauart:

Zweiachs-Druckluft-Schnellschluß-Bremsapparate bis 200 kN Abtriebskraft bei 5 bar Druck,
Bauart 1964/82, mit elektropneumatischer Steuerung für Handbedienung und automatischen Betrieb,
Typen 8 SM 7506 (früher JM 506 G),
          8 SM 7509 (früher JM 509 K),
          8 SM 7512 (früher JM 512 K),
          8 SM 7515 (früher JM 515 K),
          8 SM 7520 (früher JM 520 K),
Bremsensteuerschrank mit 1"- oder 2"-Auslaß des Doppelventils der Sicherheitsbremse,
abhängig von der Abtriebskraft.

Unterlagen:

Antrag vom 17.3.1983 - E 273/548.23.1 - und vom 4.8.1981 - E 273/548.23.1 -
(betr. regelbare Sicherheitsbremse);
Beschreibung E 27 B 41 130 c, Blatt 1-24,
mit Zeichnungen 3 E 27 B 41 543 c,
                        3 E 27 S 41 544 c,
                        3 E 27 S 41 545 c,
Beschreibung E 27 B 41 125 a, Blatt 1-9,
dazu Zeichnungen E 27 B 41 193,
                        3 E 27 S 41 617,
                        3 E 27 S 41 618,
                        3 E 27 S 41 691,
                        3 E 27 S 41 620,
                        3 E 27 S 41 622;
Geregelte Sicherheitsbremse mit:
Beschreibung E 27 B 41 150 b, Blatt 1-16,
dazu Zeichnung 3 E 27 S 41 577;
Festigkeitsberechnungen vom 1.2.1979
- E 27 R 41 060 a (für Typ 8 SM 7506),
- E 27 R 41 061 (für Typ 8 SM 7509),
- E 27 R 41 062 (für Typ 8 SM 7512),
- E 27 R 41 063 (für Typ 8 SM 7515),
- E 27 R 41 064 (für Typ 8 SM 7520).

Prüfbericht:

WBK-Seilprüfstelle, Bochum, vom 22.8.1983 - Nr. 111 - SPS Hä/Ne -

Kurzbeschreibung:

Aufbau und Wirkungsweise

Bremsapparate dieser Bauart entsprechen TAS Nr. 3.11.2.3.3, Abbildung 9.

Hauptmerkmale 

8 SM 7506

 8 SM 7509

 8 SM 7512

8 SM 7515

8 SM 7520

1. Kraft am Abtrieb (kN)
    bei 6 bar Luftdruck im
    Fahrbremszylinder *)

81,6

125

166

207

278

2. Größter zulässiger Hub
    des Fahrbremskolbens
    (mm)

60

73

73

73

73

*) ohne Berücksichtigung eines Wirkungsgrades

An dem Hauptbremshebel (Differentialhebel) greifen der druckluftbeaufschlagte Fahr-
bremskolben und das Bremsgewicht mit zugehörigem Lüftkolben an. Der Fahrbremszylinder
ist bei dem kleinsten Bautyp in 'Glockenform' ausgeführt. Der Hauptbremshebel ist in kurzer
Bauform (l 9 : l 11 = 3,0) ausgeführt, nur beim Typ 8 SM 7506 beträgt das Längen-
verhältnis 4,0.

Die Fahrbremse wirkt durch Druckluft als Einlaßbremse und wird bei Handbedienung über
einen elektropneumatisch gesteuerten Membran-Bremsdruckregler ('M-Regler') als regelbare
Bremse, bei Automatiksteuerung über fest einstellbare Werte für Lüften, Vorfluten,
Nachsetzen und Auflegen als Stoppbremse betätigt.

Die Sicherheitsbremse wirkt über den Fahrbremskolben im 'Schnellschluß' mit einem
Teilbremsdruck. Das Bremsgewicht erzeugt nach gedrosseltem Luftauslaß aus dem
Lüftzylinder die Haltebremskraft (Auslaßbremse).

Mit Zusatzeinrichtungen kann die Sicherheitsbremse auch regelbar ausgeführt werden.
Die Regelung des Bremsdrucks während des Bremsvorgangs ist derart, daß die Bremskraft
linear ansteigt; die zeitliche Änderung der Verzögerung (sog. 'Ruck') ist begrenzt auf
ca. 0,5 m/s 3.

Überwachung

  • der Spannungsversorgung auf Unterspannung (Stützbatterie vorhanden),
  • der beiden Auslaßventile (Doppelventil) des Lüftzylinders der Sicherheitsbremse
    auf Übereinstimmung der Schaltstellungen und auf Drahtbruch,
  • der beiden Auslöse-Magnetventile für die Sicherheitsbremse auf Übereinstimmung
    der Schaltstellungen,
  • des Mindestdrucks der Fahrbremse und des Lüftdrucks der Sicherheitsbremse
    sowie des Mindeststeuerdrucks des elektropneumatischen Umformers,
  • der Ansteuerung des elektropneumatischen Umformers auf Drahtbruch,
  • der Energieabschaltung bei Sicherheitsbremsung,
  • des Volldrucks der Fahrbremse,
  • des Öffnungs- und Schließzustandes der Bremse,
  • des Sollwertgebers am Fahrbremshebel,
  • des größten zulässigen Hubs des Fahrbremskolbens durch Endschalter
    sowie Sperrung der Abfahrt bei Automatikbetrieb,
     
    und zusätzlich bei geregelter Sicherheitsbremse:
      
  • des Istwertes gegenüber dem Sollwert
        -  am Hochlaufgeber mit Ruckbegrenzung
        -  am Hochlaufgeber für die Sollwert-Hüllkurve,
  • der Sollwerte beider Hochlaufgeber auf annähernde Übereinstimmung.

Bemerkungen:

Die Betriebs- und Wartungsanleitungen des Herstellers sind zu beachten. Sie sind in
der Nähe des Bedienungsstandes auszuhängen oder auszulegen.

Wenn zum Aufbringen der erforderlichen Bremskraft zwei Bremskrafterzeuger mit
einer gemeinsamen Steuerung verwendet werden, müssen Ungleichmäßigkeiten im
Bremskraftaufbau der beiden Bremskrafterzeuger (z.B. durch unterschiedliche
Verrohrungslängen) ausgeglichen werden.

Das Sicherheitsbremsventil ('Pressensicherheitsventil' als Doppelventil) muß mit der
vollen 11-stelligen Bestellnummer und mit Angaben über Spannung und Stromart
gekennzeichnet sein.

Hinweise:

Diese Zulassung gilt auch für Bremsapparate der Bauart JM 515 G in vorhandenen
Antriebsmaschinen nach Umrüstung auf die elektropneumatische Steuerung 64/82,
entsprechend den vorstehend genannten Unterlagen und der zugehörigen Festigkeits-
berechnung E 27 R 41 065 c; (frühere Bauartzulassungen: VII/60 bzw. XIV/66 des
Oberbergamts in Dortmund sowie X/61 des Oberbergamts in Saarbrücken).

Für nicht umgerüstete Bremsapparate der Bauarten JM 506 G, JM 509 K, JM 512 K,
JM 515 K und JM 520 K in vorhandenen Antriebsmaschinen gilt die im Anhang 2,
Blatt 3/1, angegebene Bauartzulassung XIV/66 des Oberbergamts in Dortmund.