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Bezirksregierung Arnsberg
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1. Fahrtregler

1.1. Zulassungs-Nr.: F-1/78/1

Zulassungs-Datum: 19.1.1976 / 14.9.1978

Hersteller: Siemens AG, Erlangen

Bauart: Digitaler Fahrtregler für Fördermaschinen mit Drehzahlregelung

Unterlagen: Beschreibungen E 27/549.41 vom 2.5.1975 (Bl. 1-11) und
                 E 27/549.41-II vom 2.12.1976

                 Funktionsplan (3) E 53221-V 294-S1 (Bl. 1-10) vom 27.11.1972 / 23.1.1973

                 Blockschaltbild 3 E 27 S 41242 vom 9.12.1975

Prüfbericht: WBK-Seilprüfstelle, Bochum, Mo / Al / 3100 vom 01.09.1977

Kurzbeschreibung:

Aufbau und Wirkungsweise
An der Seilträgerwelle ist ein Winkelschrittgeber als Impulsgeber angeordnet, der über eine
Impulsauswertung auf zwei digitale Schachtzähler wirkt (je Turm ein Schachtzähler).

Jedem Schachtzähler ist ein Digital-Analog-Umwandler (DAU) zugeordnet, der den Sollwert
für die Verzögerung an den Enden des Fahrweges bildet.

Bei Fördermaschinen mit Zwischensohlenautomatik werden zusätzlich Addierer den Schachtzählern
zugeordnet, die über einen weiteren Digital-Analog-Umwandler (DAU) den Verzögerungssollwert
für die jeweils gewählte Zwischensohle bilden. Dabei bleibt der Verzögerungssollwert für die
Schachtenden vorrangig.

Die Schachtzähler wirken auf den elektrischen Teufenzeiger, der aus einer sechsstelligen
Ziffernanzeige als Feinanzeige und einem Leuchtdiodenband mit wanderndem Leuchtpunkt als
Grobanzeige für jedes Fördertrum besteht.

Schachtzähler und Teufenzeiger bleiben bei Netzspannungsausfall in Betrieb, weil die Stromversorgung
dann von einer Batterie übernommen wird.

Treibscheibenfutterverschleiß kann durch eine Seileinlaufkorrektur (Impulsunterdrückung) ausgeglichen
werden.

Überwachung
- der zulässigen Höchstgeschwindigkeit während der Gleichlaufperiode durch Vergleich der
   Überwachungstachospannung mit einem fest eingestellten Grenzwert,
- der Stellung der Fördermittel bei Beginn der Verzögerung durch Vergleich des Schachtzählerstandes
   mit der Stellung der Fördermittel über Magnetschalter im Schacht (Synchronisierung),
- der Istwertdarstellung durch gegenseitigen Vergleich von Winkelschrittgeber, Regeltacho und
   Überwachungstacho, zugleich Wellenbruchüberwachung,
- der Verzögerung an den Enden des Fahrwegs,
   a) kontinuierlich durch Hüllkurve und mindestens einen zusätzlichen Schachtschalter und/oder
   b) punktweise durch Schachtschalter,
- der Schachtschalter,
- des Rückgangs des Hüllkurvenzählers.

Bemerkungen:
keine

Hinweis:
Ersatz für bisherige Zulassung II N 1 (1978) vom 14.9.1978 des Landesoberbergamts NW.