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29.12.1991

12.21.11-23-9

Maßnahmen für den Lärmschutz
Kleinkaliberbohrgeräte

A 2.4

An die Bergämter des Landes Nordrhein-Westfalen

Betr.: Maßnahmen für den Lärmschutz bei der Verwendung von Kleinkaliberbohrgeräten


Bezug: Rundverfügung vom 1.12.1980 - 12.21.11-4-7 (SBl. A 2.4); Rundverfügung vom 
           23.10.1989  -12.21.11-22-2 (SBl. A 2.4)

Die o.g. Rundverfügungen werden hiermit aufgehoben und durch die nachstehenden Regelungen
ersetzt.

Die Verwendung von Kleinkaliberbohrgeräten ist durch die Bergämter künftig betriebsplanmäßig
nur noch zuzulassen, wenn deren Schalldruckpegel bei handgeführten Kohlendrehbohrmaschinen
92 dB(A), bei den übrigen Kleinkaliberbohrgeräten 106 dB(A) nicht überschreitet.

Ich bitte jedoch Betriebsplanzulassungen für die Verwendung von Kleinkaliberbohrgeräten
grundsätzlich auf den Geltungszeitraum des jeweiligen Hauptbetriebsplanes zu befristen, um den
Einsatz der Kleinkaliberbohrgeräte dem jeweiligen Stand der Technik anpassen zu können.
Anschließende Betriebspläne zur Verlängerung der v.g. Frist können zugelassen werden, wenn
nachgewiesen ist, daß der Einsatz von Kleinkaliberbohrgeräten mit einem geringeren Schallpegel
für den jeweiligen Verwendungszweck technisch nicht möglich oder betrieblich nicht vertretbar ist.
Zur Bewertung der sich hieraus ergebenden Fragen kann zweckmäßig auf die Ergebnisse bereits
durchgeführter Lärmminderungsprogramme gemäß § 11 Abs. 3 Nr. 4 der Bergverordnung für
den gesundheitlichen Schutz der Beschäftigten (Gesundheitsschutz-Bergverordnung - GesBergV)
vom 31. Juli 1991 zurückgegriffen werden.

Ergänzend wird darauf hingewiesen, daß technischen Maßnahmen zur Lärmminderung Vorrang
gegenüber der Verwendung von Gehörschutzmitteln einzuräumen ist. Bohrhämmer, die einen
Schalldruckpegel von mehr als 100 dB(A) aufweisen, können vielfach durch Drehbohrmaschinen
mit Schalldruckpegeln unter 95 dB(A) ersetzt werden. Es ist daher auch erforderlich, daß Sie
sich in Betriebsplänen für Abbau, Aus- und Vorrichtung die zum Einsatz kommenden Klein-
kaliberbohrgeräte angeben lassen, um bei der Prüfung und Zulassung darauf hinwirken zu
können, daß nur Bohrgeräte mit möglichst geringer Lärmentwicklung zum Einsatz kommen.
Die Sammelliste 'Bohrwerkzeuge' vom 20.3.1991 - 12.21.11-22-12 (SBl. A 3.4) enthält für
die Auswahl der Bohrgeräte die entsprechenden Hinweise.

Dortmund, den 29.12.1991

Landesoberbergamt NRW

S c h e l t e r