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Bezirksregierung Arnsberg
- Abteilung 6 -
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Anlage 6 (zu § 5)

Ermittlung der persönlichen Staubbelastungswerte nach § 5 Abs. 1


1     Bei der Ermittlung der persönlichen Belastung durch fibrogene Grubenstäube nach
       § 5 Abs. 1 Satz 1 ist nach folgenden Formeln zu verfahren:

                                      Maßenanteil des Quarzes in dem Feinstaubgemisch

≤ 5/k Massen-%

> 5/k Massen-%

Ec = fc x S

Ecq = k x fcq x S


     In den Formeln bedeuten:

     Ec1 , Ecq         persönliche Staubbelastungswerte für einen bestimmten Betriebspunkt

     fc                    c1 dividiert durch cG

     c1                   Mittelwert der Konzentration des quarzhaltigen Feinstaubes für eine
                           Arbeitsschicht = 0,8 x cm ; bei personenbezogenen Messungen über die
                           gesamte Zeit der Arbeitsschicht ist c1 = cm .

     cm                 Konzentration des quarzhaltigen Feinstaubes während der Meßdauer

     0,8                 pauschaliertes Verhältnis zwischen Arbeitszeit vor Ort und achtstündiger
                          Arbeitsschicht

     cG                oberer Grenzwert der Konzentration des quarzhaltigen Feinstaubes der
                         Staubbelastungsstufe 1

     S                  Anzahl der verfahrenen Arbeitsschichten

     fcq                cq1 dividiert durch cqG

     cq1               Mittelwert der Konzentration des Quarzfeinstaubes für eine Arbeitsschicht
                          = 0,8 x cqm ;
                         bei personenbezogenen Messungen über die gesamte Zeit der Arbeitsschicht 
                         ist cq1 = cqm .

     cqm              Konzentration des Quarzfeinstaubes während der Meßdauer

     cqG              oberer Grenzwert der Konzentration des Quarzfeinstaubes der Staubbelastungsstufe 1

     k                  Faktor für die spezifische Schädlichkeit des Quarzes auf Grund wissenschaftlicher
                         Erkenntnisse über die Wirkung der Grubenstäube aus unterschiedlichen geologischen 
                         Schichten


2    Der Faktor k beträgt für Grubenstäube

2.1 Der Sprockhöveler, Wittener, Bochumer, unteren und mittleren Essener Schichten bis
      einschließlich Flöz Zollverein 1 sowie der Kohlscheider und Ibbenbürener Schichten       1,0,

2.2 der oberen Essener Schichten ab Flöz A, der Horster und Dorstener Schichten               0,7,

2.3 der Saarbrücker und Ottweiler Schichten                                                                         0,3,

2.4 aller Flözschichten an Bergebrechanlagen und in Gesteinsbetriebspunkten                        1,0.

3    Bei der Ermittlung persönlicher Staubbelastungswerte nach § 5 Abs. 1 Satz 2 ist von den 
      Belastungsfaktoren fc oder fcq  aus allen Einstufungen der in Betracht kommenden
      Betriebspunkte auszugehen.

      Für den Fall, daß die Zeitanteile der Aufenthaltsdauer in den einzelnen Einstufungsbereichen
      in etwa gleich sind, ist der arithmetische Mittelwert zu bilden; für den Fall, daß die Zeitanteile
     der Aufenthaltsdauer in den einzelnen Einstufungsbereichen mehr als +- 10 Minuten voneinander
     abweichen, ist eine Wichtung nach Zeitanteilen vorzunehmen.